Neue Tendenzen im Kartsport

Im Mitgliedermagazin 01/2011 des DMV habe ich einen Beitrag gefunden, der mich besonders anspricht. Deshalb möchte ich diesen Beitrag hier einmal zitieren. Er stammt vom Autor Botho G. Wagner.

Zitat Anfang:

Kartsport für ein ganzes Sportlerleben

Der Altersdurchschnitt im Kartsport steigt. Es gibt deutlich mehr ältere Fahrer und mehr Rückkehrer – nicht nur im Clubsport

Im deutschen Kartsport bewegt sich Gutes nach oben – das Fahreralter und die Vernunft!

Aber da muss man erst einmal die beiden Seiten des Kartsports abstecken: Kartsport ist zum einen die wichtige Schaltstation im Motorsport auf dem Weg nach oben. Das ist die eine Seite, die professionelle, die den ganzen Einsatz erfordert: Viel Zeit und viel Geld.

Kartsport kann aber auch der Sport für ein ganzes Sportlerleben sein – und das erleben wir jetzt immer öfter. Vernünftig ist auch die Rückkehr erfolgreicher Aufsteiger nach ihrem Abstecher in den Formelbereich oder zu den Renntourenwagen. Kartsport ist eine überschaubare Motorsportdisziplin, finanziell und zeitlich. Sie ist bezahlbar und lässt Zeit für einen Beruf. Warum also nicht Kartsport bis hoch in die Fünfziger? Neben dem Beruf, als Ausgleich und Freilauf. Genau dahin sind wir auf dem Weg!

Die Rotax-Serie ist derzeit die Vorreiterin. Man könnte innerhalb der RMC gleich drei „Ü”-Klassen bilden: Ü30, Ü40, und gar Ü50. Natürlich fahren sie alle (noch) gemeinsam in ihren angestammten Klassen MAX (Senior) oder DD2-Schalter. Aber möglich wäre es, dass wir in Zukunft Altersklassen einführen können. Hier einmal die Aufzählung vom RMC-Jahresstart in Kerpen: Ü30 = 6 Teilnehmer, Ü40 = 9 Teilnehmer, Ü50 = 4 Teilnehmer!

755 Jahre am Start. In der Rotax-Klasse DD2 (Schaltkarts) ergab sich in Kerpen folgendes Bild: 755 Jahre am Start! Bei 21 Teilnehmern lag das Durchschnittsalter bei 36 Jahren! Und wären da nicht fünf Fahrer im Alter zwischen 15 und 18 Jahren gestartet, wären wir bei einem Durchschnitt von 42 Jahren!

Aber das ist nicht etwa eine RMC-Besonderheit – auch in den anderen Serien ist dieser Trend deutlich feststellbar. So zum Beispiel in der DMV Kart Championship. Hier finden wir an der Leistungsspitze Michael Schumacher mit 41 Jahren, dann drei weitere Fahrer im gleichen Alter. Ende der Dreißiger sind drei Piloten, dann einer mit bereits 46 und einer mit 52 Jahren … na was denn! Alter kann heute also keine Ausrede mehr sein! Und dass gerade im Clubsport (CS) das Fahreralter ständig ansteigt, muss hier nicht betont werden, wenn es gar in den Spitzenligen so ist.

Wir bekommen also ein höheres Durchschnittsalter in allen „Senioren”-Klassen – der offizielle Eintritt in die CIK/DMSB-Seniorenklassen erfolgt bekanntlich mit 15 Jahren! Und das ist vernünftig, weil es dem Ansehen des Kartsports durchaus nutzt. Weg vom Image „nur” eine Motorsportart für Kinder und Jugendliche zu sein, weg von der öffentlichen Meinung, nur eine Motorsport-„Schule” zu sein. Gewiss, das ist der Kartsport auch – aber eben nicht nur! Kartsport kann durchaus der Motorsport für ein ganzes Sportlerleben sein!

Zitat Ende

Ich finde, es ist, mal wieder, ein ganz toller Bericht von Botho G. Wagner. Vielen Dank dafür.

3 Kommentare zu “Neue Tendenzen im Kartsport”

    1. Sven Hebrock 28. Februar 2011 um 10:44

      Hallo Volker,

      finde ich völlig korrekt. Bei unseren 100er ist das Durchschnittsalter locker
      jenseits der 30er - und das ist gut so.

      Ich betreibe den Sport aus Hobbygründen und zum Entspannen. Dazu eignet sich der Kartsport perfekt, wie Herr Wagner richtig schreibt: Überschaubar und planbar. Ich bin meinen knapp 40 Jahren ja noch ein junger Hüpfer in unserer IG. Selbst ein über 60 Jähriger hat in Dahlem den Jünglingen mal gezeigt, was man als älterer Fahrer so anstellen kann.

      Grüße,
      Sven

    1. E. Keith Owens 16. Juni 2011 um 15:35

      Hallo ..Ich plane mir demnachst ein eigenes Kart zu kaufen..Ein Bekannter hat mir sein altes Kart angeboten nun weiss er aber nicht genau wie alt das ist.....er schatzt 10 Jahre.Ein weiterer Bekannter sagt das sei ein Kart mit technick aus den 80ern......Konnt ihr mir da weiterhelfen?..Mach1 Chassis.es ist komplett verspoilert hat ne 30er Hinterachse.keine selbst nachstellende Bremse.100ccm Motor luftgekuhlt von Italsistem glaub ich soll einer der schnellsten je gebauten luftgekuhlten 100er sein .der Motor hat nen neuen Kolben..Er will 800 fur das Kart es soll technisch alles in Ordnung sein .Meint ihr das ist nen fairer Preis?..Woran kann ich ungefahr sehen wie alt das ding ist?..Ich brauche fur den einstieg kein Hightech gerat ich mochte einfach etwas zum lernen haben wo man sich nicht aufregt wenn man etwas kaputt macht..Wobei es da mehr ums technische geht ich fahre seid uber 10 Jahren Indoor habe jedoch von Technik sehr wenig Ahnung.... Da muste nicht anschieben sondern mit externem Starter...Fur 3600 bekomm ste schon ein modernes Top-Kart mit 125er Motor elektr. damit ich nicht ein neuen Thread anfange schreib ich einfach hier weiter..

    1. Volker 16. Juni 2011 um 17:39

      Hallo,

      wie alt das Kart ist, kannman jetzt schlecht sagen. Evtl. ist auf dem Chassis ein Schild mit der Homologationsnummer (beginnt mit CH/....). Dann kann man es eingrenzen.
      Ein luftgekühlter 100 er Ital ist in der Tat ein sehr guter Motor.
      Wenn alles i.O ist, gehen 800,- € auch i.O. Aber...wann wurde denn das Kart das letzte Mal bewegt? Wenn es schon einige Jahre her ist, kommen auf jeden Fall noch weitere Kosten dazu. Dann müssten wohl neuere Reifen drauf, die Bremsflüssigkeit müsste erneuert werden und der Motor kontrolliert (aufgemacht) werden.
      Weiterhin ist ein Heckauffahrschutz notwendig. Ohne den kommst du heute auf keine Bahn mehr.

      Gruß Volker

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