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Welches Kart / Chassis soll ich kaufen?

…, dass ist die große Frage die sich viele stellen, die sich zum ersten Mal ein eigenes Kart kaufen möchten.

Wenn Sie auf der Kartbahn „nur„ Spaß haben wollen, spielt es eigentlich keine Rolle wie alt Ihr Rahmen ist. Sie sollten jedoch wissen: je älter ein Rahmen ist, d. h., je häufiger er gefahren wurde, umso weicher wird er. Durch das Fahren über Bodenwellen, Kerbs (Randsteine) und in Kurven kommt es zu ständigen Verwindungen.

Diese bewirken eine Gefügeveränderung im Material und der Rahmen wird dadurch weicher. Eine weitere Schwächung des Materials entsteht, wenn der Rahmen Bodenkontakt bekommt und dadurch abgeschliffen wird.

Je weicher ein Rahmen wird, je schwieriger ist das Chassis abzustimmen.

Auf die Marke, also auf den Hersteller, kommt es nicht so drauf an. Darüber sollten Sie sich nicht zu viele unnötige Gedanken machen. Mit einem Markenchassis, Egal ob das Ding  Tony, CRG, Birel, Intepid oder sonst wie heißt, können Sie nichts falsch machen. Die nehmen sich alle nicht viel.

Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, wo bekomme ich für mein neues Kart die Ersatzteile her? Haben Sie eine bestimmte Kartbahn auf der Sie dann häufig fahren werden, also eine Art „Hausbahn“? Wenn ja, gibt es dort einen Karthändler/Kartshop und welche Marke vertreibt dieser?

Wenn dieser Punkt geklärt ist und Sie ein bereits gebrauchtes Chassis kaufen möchten,  sollten Sie darauf achten, dass das Chassis nicht krumm und am Unterboden nicht zu weit abgeschliffen ist. Bei einem gebrauchten Chassis ist es normal, wenn unten einige Schleifspuren vorhanden sind bzw. wenn es „etwas angeschliffen“ ist. Wenn es aber an einigen Stellen schon fast durch ist, sollten Sie die Finger davon lassen. Ebenso sollten Sie die Finger von krummen oder mehrfach geschweißten Chassis lassen.

Haben Sie vor Rennen zu fahren, müssen Sie sich informieren, welche Chassis in dieser Rennserie erlaubt sind und ob sie homologiert sein müssen.

Unterschied 2-, oder 4- Takt-Rahmen:

Alle Chassishersteller entwickeln ihre Rahmen dahin, dass sie damit bei internationalen Rennveranstaltungen (EM, WM) möglichst konkurrenzfähig sind. Sie entwickeln ihre Rahmen auch auf die bei diesen Veranstaltungen gefahrenen Motoren. Das sind nun einmal Zweitaktmotoren, bisher IcA 100, Formel A (100 ccm) nun KF1 bzw. KF2 (125ccm) die homologiert (Homologation = Zulassung für eine bestimmte Klasse) sind. Für diese Motoren, bei denen die Leistung und das Drehmoment feststehen, werden die Rahmen konstruiert und auch in vielen Tests erprobt um das Optimum zu erreichen. Der durch viele Tests gelaufene Rahmen wird dann homologiert und stellt für den betreffenden Hersteller das Beste dar. Alles was danach an diesem Rahmen verändert wird, verlässt also den optimalen Bereich. Deshalb sind die sog. 4-Takt-Rahmen immer ein Kompromiss, denn bei diesen wird, aufgrund des bei Viertaktern innenliegenden Antriebes, die hintere Querstrebe verändert bzw. weggelassen.