Archive for Januar, 2012

24 h von Köln

Im Juni vergangenen Jahres nahmen wir das erste Mal an einem Leihkart-Langstreckenrennen teil. Es war das 99 Stundenrennen in Jüterbog, bei dem wir einen respektablen 4. Platz belegten.

Nun wollten wir es noch einmal versuchen. Die Herausforderung war riesig, denn wir haben uns ausgerechnet die 24 h von Köln ausgesucht. Dieses Rennen ist laut Streckensprecher Burkhard Bechtel, den viele von Motorsportübertragungen im Fernsehen kennen, das prestigeträchtigste Indoorkartrennen Europas.

Dementsprechend stark war die Fahrerbesetzung. So fuhren im späteren Siegerteam z.B. Bernd Schneider und Lokalmatador Christopher Brück, der dieses Rennen nun bereits zum 10. Mal gewinnen konnte. Es waren 12 Teams am Start, die Fahrer gehörten allesamt zu der Elite des Leihkart- bzw. Indoorkartsports.

Mit denen wollten wir uns also messen, obwohl Ronny schon ewig kein Indoorkart mehr gefahren ist. Geschweige denn ein Indoorrennen. Nun gleich die 24 h von Köln. Er ist auf dieser Bahn noch nicht einmal gefahren, also mussten wir dort erst einmal trainieren und es war gar nicht sicher, dass er die Zeiten die notwendig waren fahren konnte. Wir konnten dort nur zweimal trainieren. Die Zeiten waren aber gut und so konnte es also losgehen.

Wir fuhren im starken Team von WLEN Next Generation zusammen mit 7 weiteren Fahrern. Alle richtig schnell. Ronny konnte erfreulicherweise die schnellen Rundenzeiten mitgehen und so zu einem grandiosen 3. Platz beitragen.

Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass wir bei unserem ersten Auftritt bei den 24 h von Köln gleich einen Podestplatz belegen würden, ich hätte es nicht geglaubt.

Hier ein paar Auszüge von der offiziellen Webseite www.24h-koeln.de

Mit einer souveränen Vorstellung gewinnt die Mannschaft rund um DTM-Rekordmeister Bernd Schneider das 15. 24h Race of Cologne. Damit feiern Schneider und Lokalmatador Christopher Brück bereits den zehnten Sieg bei der Traditionsveranstaltung in Köln. Die weiteren Podestplätze sichern sich Wirtz & Hintzen Lackierer und Wlen next Generation.

Große Freude auch im Team der Wlen next Generation. Mit einer tadellosen Leistung belegte die Mannschaft gleich bei ihrem Debüt in Köln einen Podestplatz. „Ein großartiges Ergebnis, ich und mein Team sind überglücklich. Vor allem in der letzten Stunde des Rennens haben wir noch lange zittern müssen“, so der Teamchef der Westerwälder. Bis wenige Runden vor Schluss lag der große Rivale Griesemann-Gruppe.de auf dem begehrten Podestrang, dann gelang jedoch noch das entscheidende Überholmanöver. „Natürlich tut es uns Leid für den Gegner, aber wir haben uns den Podestplatz mit einer guten Leistung redlich verdient.“

„Es ist einfach zum Verzweifeln, auf den vierten Platz beim Kartrennen hier in Köln haben wir wohl ein Abonnement“, lacht Teamchef Georg Griesemann. „Es sieht also alles danach aus, als müssten wir im nächsten Jahr erneut einen Anlauf auf das Siegertreppchen nehmen.“

Interessantes und Wissenswertes am Rande der 24 Stunden von Köln. Kuriositäten, Humorvolles oder einfach ein paar Besonderheiten zu Europas populärstem 24-Stunden-Kartrennen.

Wussten Sie eigentlich…

…dass es – aus purer Höflichkeit - einen „Frauen-Bonus“ gibt: Das Gewicht einer Fahrerin muss lediglich 70 kg betragen.

…dass bei der 2010er Auflage des 24h Race of Cologne mit insgesamt 14 Fahrerinnen ein neuer 24-Stunden-Rekord für die holde Weiblichkeit zu vermelden war. Kein Wunder, denn die DEKRA ging mit einer reinen Damenmannschaft an den Start.

…dass in diesem Jahr mit Kathrin Augustin, Charlotte Wilking, Coraly Irion und Selina Schlösser lediglich vier schnelle Vertreter des schwachen Geschlechts in den Wettkampf eingreifen.

…dass lediglich mit dem vom Kartcenter Cologne zur Verfügung gestellten Werkzeug an den Karts gearbeitet werden darf.

…dass für verschiedene Verstöße gemäß Reglement Stop-and-Go-Strafen verhängt werden.

…dass – wie in der Formel 1 – die rote Linie an der Boxenein- und Ausfahrt nicht mit allen vier Rädern überfahren werden darf.

…dass im Verlauf der 24 Rennstunden zwei Pflichtreifenwechsel vorgenommen werden müssen. Dies hat allerdings nichts mit Reifenverschleiß zu tun, sondern dient als zusätzliches Spannungselement im Rennen und soll vor allem die Boxenmannschaft fordern. Dabei müssen die Reifen von links nach rechts getauscht werden. Die einheitlich vorgeschriebenen Pneus würden die Renndistanz locker überstehen.

…dass der erste der beiden Pflichtreifenwechsel am Samstag in der Zeit von 18.00 bis 23.30 Uhr vorgenommen werden muss, während der zweite Stopp am Rennsonntag zwischen 9.00 und 15.00 Uhr zu absolvieren ist.

…dass ein solcher Radwechsel – eine schnelle Boxenmannschaft vorausgesetzt – ca. 1,5 – 2 min Minuten dauert. Dadurch verliert das Team in der Phase ca. vier Runden.

…dass insgesamt ca. 140 Fahrer an den Start gehen.

…dass Christopher Brück als der erfolgreichste Fahrer mit acht Gesamtsiegen in 13 Rennen die Erfolgsstatistik des 24h Race of Cologne anführt.

…dass das Team von DTM-Rekord-Meister Bernd Schneider mit acht Gesamtsiegen die erfolgreichste Mannschaft der vergangenen 13 Jahre ist.

…dass die Organisatoren zwei bis drei Service-Checks pro Kart vornehmen. Dabei ist der Zeitbedarf für alle Teams bis auf die Sekunde identisch und beträgt ca. 4 min Minuten.

…dass bei den 24 Stunden von Köln grundsätzlich immer neue Karts zum Einsatz kommen.

…dass beim 24h Stunden Race of Cologne 2012 zwei Vater-Kind-Paarungen am Start sind. In der Mannschaft H&R Team HBDL by ATB fährt Manfred Schlösser, während seine Tochter Selina im Team der Griesemann Gruppe fährt. AvD-Sportchef Volker Strycek startet im Ü40-Team, Sohn Robin greift für die Mannschaft Sorg Rennsport ins Lenkrad.

…dass mit Alex und Christopher Mies auch ein Brüderpaar in Köln am Start ist. Alex fährt im Team Sorg Rennsport, Christopher im All Stars Team Urbat.

…dass AvD-Sportchef Volker Strycek seinem Ruf als Marathon-Man einmal mehr als gerecht wird. Als einziger Teilnehmer beim 24h Race of Cologne startet er in zwei verschiedenen Teams. Strycek gehört sowohl zum Kader von Sorg Rennsport als auch zu dem des Ü40 Teams. Dem Reglement zufolge muss jeder Fahrer mindestens drei Stints absolvieren, demnach sitzt Volker Strycek mindestens sechs Mal an diesem Wochenende im Kart.

Quelle: www.24h-koeln.de

Unser Team WLEN Next Generation:

Dennis Hatalak
Felix Weber
Kathrin Augustin
Marcel Willert
Marcel Woters
Niklas Franz
Ronny Krahn
Sascha Molly

Viele Fragen sich wahrscheinlich " was heißt eigentlich WLEN?"

Es ist die Abkürzung bzw. die Anfangsbuchstaben von... Wir lernen es nie