Kartrennen Harsewinkel

Nachdem wir in den vergangenen Monaten an einigen Rennen der Viertakt-Langstreckenserie GTC teilgenommen hatten, wollten wir nun endlich wieder einmal in einem Sprintrennen der Zweitakter starten. Das hat in dieser Saison ja nicht so geklappt, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Also meldeten wir uns mit unserem Tony/Vortex KF2 für den gestrigen Renntag zu einem Kartrennen in Harsewinkel in einer kleineren Kartserie an. So klein war die Rennserie dann aber auch nicht. Es waren insgesamt immerhin mehr Starter als beim letzten NAKC Lauf in Harsewinkel.

Da wir allerdings der einzige KF2 waren, steckte man uns in das Feld der Schalter und Hirth, die mal locker 20 PS mehr haben als unser KF2. Es waren in dieser Klasse sieben Starter. Also mussten wir uns gegen sechs dieser für uns übermotorisierten Bande wehren.

Das kann ja heiter werden, dachten wir uns. Deshalb haben wir im freien Training mal einen anderen, für uns völlig neuen Vergaser ausprobiert in der Hoffnung, dass dieser uns etwas Vorteile bringt. Das funktionierte leider nicht so gut und wir kamen nicht viel zum Fahren. Warum das so war, müssen wir jetzt noch einmal genau analysieren. Also bauten wir für das Zeittraining wieder einen Vergaser drauf von dem wir wissen, der „geht“. Das Resultat war dann tatsächlich die Pole Position mit fast 7 zehntel (!) Vorsprung auf den Zweitplazierten. Das haben wir so nicht erwartet.

Der Speed war also da. Aber wie sollten wir uns beim fliegenden Start gegen diese sechs PS-Monster erwehren? Wir befürchteten, dass die uns ganz einfach ausbeschleunigen werden. Zwar hatten wir einen Plan, aber ob der aufgehen würde wussten wir nicht. Wir wussten nur eins, wenn einmal jemand vor uns sein würde, wird es schwer den wieder zu überholen. Wie gesagt, die hatten wesentlich mehr PS als wir. Ronny musste also seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen um am Start vorn zu bleiben. Das gelang auch und er konnte sich schnell vom Feld absetzen. Von nun an sah es so aus, als würde er das Rennen locker kontrollieren. Zur Rennmitte kam jedoch der bis dahin Zweitplazierte, ein Schalter, bedenklich nahe und dann sogar in Angriffsposition. Ronny konnte aber die Angriffe abwehren und zum Rennende wieder einige Kartlängen zwischen sich und seinen Verfolger legen. Somit reichte es für den Sieg.

Wir wussten währen des Rennens nicht, warum Ronny plötzlich langsamer wurde und tippten auf nachlassende Reifen. Er gab später zu Protokoll, dass er zweimal auf einen schmutzigen Teil der Strecke kam und die Reifen dadurch stark an Grip verloren. Es hat ungewöhnlich lange gedauert, bis diese sich wieder erholten.

Da wir das erste Rennen als Sieger beendet hatten, starteten wir im zweiten Rennen wiederum von der Pole. Es war das gleiche Spielchen wie im ersten Durchgang. Auch diesen Start konnte Ronny für sich entscheiden und setzte sich wieder vom Rest des Feldes ab. Es sah wiederum nach einem lockeren Start-Ziel-Sieg aus, bis zur Rennmitte der Motor seinen Dienst quittierte. Das war das Aus. Nach der ersten flüchtigen Kontrolle war klar, es war kein Fehler in der Vergasereinstellung o.ä., sondern einfach ein „alterungsbedingter“ Schaden. Es war unser ältester Motor und der hatte schon einige Stunden Laufzeit auf dem Buckel. Leider ging er ca. 10 Runden zu früh „hoch“.

Trotzdem hat es mal wieder viel Spaß gemacht und dadurch, dass Ronny im ersten Rennen gewonnen hatte und auch im zweiten noch Punkte bekam, wurde er noch zweiter in der Tageswertung.

2 Kommentare zu “Kartrennen Harsewinkel”

    1. ET 14. Oktober 2012 um 15:20

      Glückwunsch an das erfolgreiche Duo, war ja mal wieder erste Sahne :-)

    1. Volker 14. Oktober 2012 um 15:28

      Vielen Dank.

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