Archive for the ‘Kartfahrer – Fehler’ Category

Go Kart fahren im Emstalstadion Harsewinkel

Da unser Fahrer Ronny zurzeit bei der Bundeswehr ist, können wir in dieser Saison leider nur an sehr wenigen Kartrennen teilnehmen. In den vergangenen Jahren war es immer so, dass wir zwischen den Rennen nirgendwo hingefahren sind, um z. B. Motoren einzufahren oder irgendetwas auszutesten. Das haben wir immer in den freien Trainings bei den Rennveranstaltungen erledigt.

In dieser Saison sieht es aber aus vorgenanntem Grund etwas anders aus. Deshalb sind wir gestern mal zum „Go Kart fahren" auf der Kartbahn im Emslandstadion Harsewinkel gewesen um unsere frisch revidierten KF2-Motoren einzufahren und mal wieder einige schnelle Runden zu drehen.

Es hat bei uns alles bestens geklappt, mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Außer einem kurzen Schauer wurden wir vom Regen verschont. Die Bahn war auch in wenigen Minuten wieder trocken. Motoren einfahren im Nassen wäre nicht so optimal. Wir konnten unser Programm richtig gut durchfahren und zudem noch einige schnelle Runden absolvieren, was Ronny wieder mal sichtlich Spaß gemacht hat.

Aber warum schreibe ich diesen Artikel unter der Rubrik „Kartfahrer Fehler"?

Mir ist aufgefallen, dass die meisten Fahrer die dort vor Ort waren, gravierende Fehler gemacht haben. Das ging los bei jemand, der sein Kart ein Jahr (!) rumstehen hatte, es nicht angeschaut, geschweige denn vorbereitet hatte. Das Resultat war natürlich, dass es nicht ansprang. Wie denn auch!!!

Auf der Kartbahn in Harsewinkel darf man nur in der Boxenanlage „größere" Arbeiten am Kart durchführen und vor allem nur dort die Kette schmieren. Es müssen sich dort (auf der Strecke)  Leihkarts mit Rennkarts abwechseln. Statt mal das Kart in die Box zu schieben und die Kette zu schmieren, während die Leihkarts fahren, warten fast alle unten im Vorstart. Die Kette läuft schon völlig trocken und ist natürlich hinüber, inklusive Ritzel, versteht sich. Auch hätte man in der zur Verfügung stehenden Zeit mal die eine oder andere Einstellung am Chassis ändern können, um mal was zu probieren. Nein, es wird gewartet. Es wird so lange gewartet, bis es wieder losgeht und dann musste jemand feststellen, dass sein Motor lose war. Also nichts mit rausfahren.

Leute!!!! Was ist das???

Das hat doch mit Kartsport nichts zu tun. Das ist Herumrollen. Dementsprechend waren natürlich auch die Zeiten von diesen „Kartfahrern". Wenn die ständig mit ein und derselben Einstellung herumrollen, können die nie schneller werden. Wenn Ronny mit seinem KF2, der gerade eingefahren ist und er noch nicht einmal „letzte Rille" fährt, den Fahrern mit einem Hirth mit Doppelvergaser oder einem Schalter wegfährt, dann sollten die sich wirklich mal Gedanken machen.

Was will ich damit sagen? Also erstens gehört eine gewisse Vorbereitung dazu wenn man zur Kartbahn fährt. Man will dort ja schließlich fahren und nicht stehen und sich ärgern weil die "Kiste" es mal wider nicht tut. Nur, daran ist nicht die "Kiste" schuld.

Zweitens muss man doch sein Material so behandeln, dass es möglichst lange hält (z.B. Kette schmieren usw.).

Drittens kann ich nur schneller werden, wenn ich mal verschiedene Einstellungen am Kart ausprobiere. Wenn ich jedesmal mit denselben Einstellungen rausfahre, egal ob Reifendruck, Spurweite, Stabis oder sonst irgendwelchen Chassiseinstellungen, wird das nichts. Verbesserungen können dann nur ein Zufallsprodukt, oder von einer mit der Zeit besserer werdenden Streckenkenntnis herrühren.

Aber das alles macht natürlich etwas Arbeit. Wem die zu viel ist, sollte sich nicht wundern, wenn er nicht schneller wird.

Wer nicht weiß, welche Einstellungen er mal ändern sollte um schneller zu werden, der sollte mal auf dieser Seite oben in der gelben Menüleiste auf den Button "Karthandbuch" klicken.

Gruß Volker

Welche Kartfelgen sollten Sie verwenden?

Eine Frage die mir recht häufig gestellt wird, ist die nach den Felgen. Soll man im Sommer, wenn es warm ist nun Alu- oder Magnesiumfelgen fahren? Nicht wenige sind der Meinung, dass im Sommer Alufelgen besser sind.

Ein Argument dabei ist immer, Aluminium besitzt doch eine bessere Wärmeleitfähigkeit als Magnesium und entzieht dem Kartreifen somit mehr Wärme. Also müssten Alufelgen doch im Sommer besser sein als Magnesiumfelgen. 

Richtig ist jedoch, Aluminium hat tatsächlich eine bessere Wärmeleitfähigkeit als Magnesium. Das gilt allerdings  nur für die reinen Metalle. Nun sind weder Alufelgen aus reinem Alu noch Magnesiumfelgen aus reinem Magnesium. Je nachdem, welche Legierungen tatsächlich verwendet werden, kann sich die Wärmeleitfähigkeit stark verändern. Sie ändert sich auch mit der Temperatur. Es ist also nicht ganz so einfach. Verschiedene  Felgenhersteller verwenden auch verschiedene Legierungen. Das ist der Grund, warum Sie mit Felgen von verschiedenen Herstellern auch unterschiedliche Ergebnisse erzielen werden. Die Hersteller werden Ihnen nicht die genaue Legierung verraten. Um das wirklich herauszufinden, müsste man mit den verschiedenen Felgen in ein Werkstofflabor gehen. 

Weiterhin sind die Magnesiumfelgen weicher. Das führt dazu, dass diese bei hohen Außentemperaturen und viel Grip auf der Strecke den Grip besser abbauen können. 

Fazit ist also, im Sommer, bei hohen Außentemperaturen, sollte man auf jeden Fall Magnesiumfelgen fahren. Im Winter sowie bei Regen sind die Alufelgen zu bevorzugen.

Mehr zu diesem Thema und zu Chassiseinstellungen finden Sie in meinem Buch "Tipps und Tricks für Kartfahrer". Klicken Sie dazu in der oberen Menüleiste auf "Karthandbuch".

Notieren Sie sich Ihre Chassiseinstellungen

Wenn jemand schon dabei ist an seinem Kart verschiedene Einstellungen auszuprobieren, wird meist „vergessen", die gerade gemachten Chassiseinstellungen oder Veränderungen zu notieren. Woher wollen Sie denn später wissen, welche Einstellung nun wirklich besser war. Evtl. wissen Sie es am selben Tag noch, aber wie sieht es in ein, zwei, oder gar mehreren Wochen aus? Es ist also sehr wichtig, dass Sie sich Ihre Einstelldaten aufschreiben. Ihre Notizen sollten enthalten:

  • Ort der Kartbahn
  • Datum, Wetter (Temperatur, nass,trocken usw)
  • Spurweite vorn und hinten
  • Vorspur, Sturz (Exzentereinstellungen)
  • Reifendruck (kalt und warm)
  • Übersetzung
  • schnellste Zeit mit dieser Einstellung

 

Mit meinem Buch Tipps und Tricks für Kartfahrer erhalten Sie ein Datenblatt in das Sie Ihre Einstellungen eintragen können. Dieses Datenblatt ist so optimiert, dass Sie zum Ausfüllen nicht einmal eine Minute benötigen. Vieles brauchen Sie nur ankreuzen

Machen Sie auch diesen Fehler?

Um Ihr Kart auf die jeweiligen Strecken-und Gripverhältnisse einzustellen, müssen sie viel ausprobieren und Testen. Das wird jedoch häufig nicht gemacht und es wird den ganzen Tag mit nur einer Einstellung herumgefahren. Evtl. wird mal ein Stabi herausgenommen oder die Spur an einer Achse breiter oder schmaler gemacht. Das war es dann. Das reicht aber nicht. Um wirklich schneller zu werden, müssen Sie viele verschiedene Sachen ausprobieren. Wenn jemand dann tatsächlich etwas ausprobiert, wird häufig folgender Fehler gemacht: Es werden mehrere Einstellungen auf einmal verändert. Wenn Sie so etwas machen, woher wollen Sie wissen, welche Veränderung Sie weitergebracht hat und welche nicht? Es kann, besser gesagt, es wird Ihnen passieren, dass die eine Änderung zwar schneller gewesen wäre, aber eine andere, die Sie gleichzeitig gemacht haben, dafür langsamer ist und damit das Ergebnis verfälscht. Sie wissen somit nicht, was jede einzelne Änderung gebracht hätte.

 

Wie Sie Ihr Kart richtig einstellen um tatsächlich schneller zu werden, erfahren Sie im Karthandbuch Tipps und Tricks für Kartfahrer.

Für mehr infos klicken Sie bitte hier.

Haben Sie Ihr Kart richtig vorbereitet?

 

     Ausfälle sind meist das Resultat schlechter Vorbereitung. Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf die Kartbahn, packen Ihr Kart aus und stellen fest, dass sie etwas vergessen haben. Oft habe ich es schon erlebt, dass Teile der Verkleidung vergessen wurden, dass das Werkzeug oder der Kartwagen noch zu Hause stehen oder die Reifen platt waren und nichts zum aufpumpen vorhanden war. Selbst Räder wurden schon vergessen.

 

     So etwas oder ähnliches kann schnell dazu führen, dass man an dem Tag nur wenig oder überhaupt nicht zum fahren kommt und unverrichteter Dinge wieder nach Hause fährt.

 

     Das muss natürlich nicht sein. Der Grundstein für einen erfolgreichen Tag auf der Kartbahn wird schon bei der Vorbereitung zu Hause gelegt. Dieser wichtige Punkt wird leider sehr oft vernachlässigt. Bereiten Sie also Ihr Kart nach Möglichkeit schon zu Hause so weit vor, dass es im Prinzip fahrfertig ist.

 

     So simpel wie es sich auch anhört: aber putzen Sie Ihr Kart nach jedem Einsatz gründlich. Putzen hat nicht nur den Sinn der Reinigung, sondern dient auch der technischen Kontrolle. Es ist die beste Methode, um Risse rechtzeitig zu erkennen und z. B. lose Schraubverbindungen nachzuziehen oder beschädigte Teile zu erkennen und zu erneuern. Erneuern Sie beschädigte Teile rechtzeitig. Das senkt die Ausfallwahrscheinlichkeit auf der Kartbahn enorm.

 

     Sie wissen, auf welche Kartbahn Sie fahren wollen. Also bauen Sie schon zu Hause eine entsprechende Übersetzung drauf und stellen Ihr Kart auf diese Bahn ein. Sie sparen auf der Kartbahn so viel Zeit ein, die Sie besser zum fahren nutzen können.

 

     Um nichts zu vergessen, machen sie sich eine Checkliste. Darauf sollte alles stehen, was Sie auf die Kartbahn mitnehmen möchten. Diese Liste sollte nicht nur alles rund ums Kart enthalten, sondern auch Ihre Ausrüstung wie Handschuhe, Helm, Sicherheitsweste usw. Nicht zu vergessen, Ihre Verpflegung. Denn nicht alle Kartbahnen haben ein Bistro.

 

     Wenn Sie die oben beschriebenen Punkte beherzigen, haben Sie schon mal einen Vorteil gegenüber vielen Ihrer „Kartkollegen". Glauben sie mir, wir sind fast jedes Wochenende auf irgendwelchen Kartbahnen unterwegs und erleben immer wieder Ausfälle durch schlechte Vorbereitung. Das betrifft nicht nur die Hobbyfahrer. Selbst die Lizenzfahrer machen immer wieder solche elementaren Fehler.

 

 

 

  

Reicht ein schneller Kartmotor?

  

  

    Ein super Kartmotor? Viele denken, mit einem schnellen Motor habe ich schon „die halbe Miete". Weit gefehlt.  Schnell zu sein bedeutet nicht unbedingt einen schnellen Motor zu haben. In erster Linie bedeutet es, dass Sie Ihr Chassis so eingestellt bekommen, das es optimal liegt (läuft).

 

     Wenn zwei Fahrer den gleichen Motor haben, können Sie mit Vergasereinstellungen, Tuning oder ähnlichem vielleicht wenige zehntel Sekunden herausholen. Mit einem Chassis welches jedoch schlecht liegt, werden Sie unter Umständen mehrere Sekunden verlieren. Es hat keinen Sinn, viel Geld für einen teuren und vermeintlich schnellen Motor auszugeben, wenn Sie Ihr Chassis nicht auf sich und die jeweiligen Streckenverhältnisse abstimmen können.