Archive for the ‘Rennberichte’ Category

Rennbericht DMV Kart Championship

Am vergangenen Wochenende (24.05.09) fand in Wackersdorf der zweite Lauf zur diesjährigen DMV Kart Championship statt. Bei herrlichstem Sommerwetter, es war am Sonntag Nachmittag knapp 30 Grad heiß, gerieten die Rennen zur wahren Hitzeschlacht. Die Hitze verlangte Fahrern und Material alles ab.

Es gab in allen Klassen wieder volle Starterfelder. Allein in unserer Klasse, der KF2, warren 33 Fahrer am Start. Während die meisten Fahrer schon während der Woche zum trainieren nach Wackersdorf gefahren sind (muß eigentlich keiner mehr arbeiten?), konnten wir erst am Freitag abend anreisen, hatten also dadurch etwas Trainingsrückstand.

Auch an diesem Wochenende zeigte sich die enorme Leistungsdichte des gesamten Feldes. Das brachte Ronny den 16. Startplatz nach dem Zeittraining ein. Dabei hatte er auch ein wenig Pech, denn Ronny erwischte praktisch keine freie Runde. Zur Pole fehlten ihm trotzdem nur 6 zehntel Sekunden, auf Platz drei gar nur 3 zehntel. Im Zeittraining lag das Feld vom ersten bis zum 26. Platz innerhalb von einer Sekunde.

Ist diese Leistungsdichte der Grund dafür, dass immer härter gefahren wird? Harte Zweikämpfe sind zwar im Prinzip gut und wenn sie fair ausgetragen werden auch spannend. Wenn aber das Hirn ausgeschaltet und nur noch gebolzt wird, sollte man dem Einhalt gebieten. Aber Eins nach dem Anderen.

Im ersten Rennen wurde schon in der Einführungsrunde dermaßen gerempelt, dass es nicht mehr normal war. Ein Konkurrent meinte seine Reifen sauber fahren zu müssen und rempelte (absichtlich?) Ronny dermaßen hart an, dass bereits in der Einführungsrunde die Spurstange an seinem Tony Kart krumm war. Somit stimmte da die Lenkgeometrie nicht mehr.

Trotz dieses Handycaps lieferte Ronny ein blitzsauberes Rennen ab.  Rundenlang kämpfte er mit dem Gesamtsieger der KF2 des Vorjahres Nico Schneider um Platz 12. Obwohl Ronny wegen der verbogenen Spurstange ständig gegenlenken mußte, wurden mehrfach die Plätze gewechselt, am Ende hatte jedoch Nico knapp die Nase vorn. Es war ein harter, aber fairer Zweikampf der schön anzusehen war. Andere Zweikämpfe sahen da ganz anders aus und verdienen den Namen gar nicht.

Im zweiten Lauf startete Ronny also vom 13. Platz und konnte gleich am Start sowie in der ersten Kurve einige Plätze gutmachen. Dann kam allerdings die zweite Kurve, in der einige Fahrer meinten, sie müßten erst einmal einige Karts aus dem Weg räumen. Nach dem Motto, Augen zu und durch, wurde ohne Rücksicht auf Verluste gerempelt was das Zeug hielt. Leidtragender war unter anderem Ronny der von hinten regelrecht abgeschossen wurde. Er flog in hohem Bogen ins Kiesbett. Eine völlig verbogene Spurstange machte eine Weiterfahrt unmöglich.

Es ging uns nicht alleine so. Auch während des Rennens waren unfaire Attacken an der Tagesordnung. Diesem Treiben sollten die Verantwortlichen Einhalt gebieten, denn sonst schadet es dem Kartsport. Konsequenter Einsatz von  Zeitstrafen würde schon Wunder bewirken. Bleiben diese aber aus, werden die Fahrer merken, dass sie mit solch einem Gebolze durchkommen und die Rennen werden immer unsportlicher. Unsportlich und gar häßlich ist auch, wenn ein Fahrer einem anderen der ausgefallen ist (wahrscheinlich noch durch seine Schuld) beim vorbeifahren hämisch zuwinkt. So geschehen im zweiten Lauf.

Liebe Verantwortliche des DMV, wenn jemand von Ihnen das liest: Nichts gegen harte Zweikämpfe (siehe oben), aber es sollte nicht unfair oder unsportlich werden. Ich wünsche mir, dass Verstöße härter geahndet werden. Nur so bleibt meines Erachtens der Spass am Kartsport erhalten und die  Rennen spannend.

Top 10 Ergebnis beim DMV Kart Championchip

Am vergangenen Wochenende fand in Kerpen der erste Lauf zur neu gegründeten DMV Kart Champoinchip statt (siehe unten). Bei herrlichstem Osterwetter fanden neben den insgesamt ca. 190 Teilnehmern dieser Kartserie auch sehr viele Zuschauer den Weg zum Erftlandring. Es ist schön vor einer solchen Zuschauerkulisse zu fahren. Sogar der Formel 1 Rekordchampion Michael Schumacher war an diesem Wochenende anwesend.

In unserer Klasse, der KF2, starteten 30 Teilnehmer. Samstag vormittag im freien Training hatten wir damit zu tun, unsere beiden Motoren einzufahren. Erst am Nachmittag kamen wir also dazu schnelle Runden zu fahren und unser Chassis abzustimmen. Leider versagte im letzten freien Training wieder ein Motor seinen Dienst. Die Zahnräder, welche die Wasserpumpe antreiben sind gebrochen. Da auch eine Welle und der Dichtring des Kurbelgehäuses beschädigt war, konnten wir den Motor vor Ort nicht reparieren. Die Gefahr, dass er beim Einastz völlig zerstört wird, war zu groß. Also hatten wir für den Renntag wieder nur einen Motor. Genau wie in Oschersleben. Wir mußten also vorsichtig mit ihm umgehen.

Im Zeittraining war nich mehr als ein Platz im Mittelfeld drin. Also war Ronny beim Start zum ersten Lauf wieder in der unfallträchtigsten Zone des Feldes. Und tatsächlich gab es wieder einmal viele Rempler und Ronny mußte über die Wiese. Das kostet natürlich Zeit und Plätze. Es war im ersten Lauf keine Platzverbesserung drin.

Im zweiten Lauf erwischte Ronny den Start gut und konnte sich aus allen Rempeleien, die es auch hier wieder gab, heraushalten. Am Ende kam ein 10. Platz heraus. Ein Platz in den Top 10 ist eigentlich gar nicht so schlecht, aber wir wissen, dass es hätte besser laufen können. Die Fehler haben wir analysiert, nun müssen wir versuchen sie abzustellen.

54 Kartfahrer innerhalb von 0,6 Sekunden!!!

Was war da denn los?

Am vergangenen Wochenende fand der erste Lauf zum diesjährigen ADAC Kart Masters in Oschersleben statt. Es gab in allen Klassen ein großes Starterfeld. Allein in unserer Klasse waren 54 Kartfahrer am Start um erste Meisterschaftspunkte einzufahren. 

Die Leistungsdichte dabei war enorm. Im Zeittraining waren der schnellste und der langsamste Fahrer nur ca. 1,3 Sekunden auseinander. Noch enger waren die Zeiten in den beiden Finalläufen beieinander. Die Differenz der schnellsten Rennrunden aller  Starter von der schnellsten bis zur „langsamsten" betrug beim ersten Finallauf gerade einmal ca. 6 zehntel- und beim zweiten Finallauf ca. 7 Zehntelsekunden.  Diese Dichte macht deutlich, wie schwer es ist, in diesem Feld jemand zu überholen. Wenn man also nach dem Zeittraining hinten steht, hat man schon sehr schlechte Karten. 

Aus diesem Grunde lief es für uns an diesem Wochenende leider nicht ganz so gut, denn wir standen im Zeittraining sehr weit hinten. Genau gesagt auf dem 50. Platz! Wir waren im freien Training noch sehr gut dabei und hatten einen Rückstand von ca. 2 zehntel auf die Spitze. Wir fuhren allerdings dabei einen Motor aus dem vergangenen Jahr. Im Zeittraining wollten wir einen ganz neuen Motor einsetzen. Davon versprachen wir uns den Sprung nach ganz vorne. Leider ging das nach hinten los. Schon beim Einfahren dieses Motors sagte Ronny, dass er in den oberen Drehzahlen nicht genügend Leistung hat. Wir haben vor dem Zeittraining noch etwas am Vergaser und am Auslassschieber geändert und waren überzeugt, dass der neue Motor besser ist als der Alte. Es hat aber nichts gebracht. Der Motor war 8 zehntel Sekunden langsamer als unser alter vom vergangenen Jahr, den wir im freien Training eingesetzt haben. Ein Unding. Die Quittung war der enorm schlechte Platz im Zeittraining. Wir haben den Motor gleich wieder zurückgegeben und sind mit unserem alten weitergefahren.

Mit diesem mussten wir uns nun durch 3 Vorläufe quälen, aus denen sich dann die besten 34 Fahrer für die beiden Finalläufe qualifizieren. Quälen deshalb, weil wir in allen 3 Heats, wegen des schlechten Zeittrainings, immer wieder von hinten starten mussten. Egal welchen Platz man im ersten Heat macht, im Zweiten wird wieder nach dem Ergebnis des Zeittrainings aufgestellt. 

Letztlich hat Ronny in den Heats 3 tolle Rennen abgeliefert, in denen er sich immer wieder bis ins vordere Mittelfeld vorkämpfen konnte. Dadurch haben wir uns doch noch fürs Finale qualifiziert und sind am Ende noch Gesamt 18. geworden. Ronny war schon einige Plätze weiter vorn, aber der Motor, mit dem wir nun praktisch das ganze Wochenende am Stück (außer das Zeittraining) fahren mussten, war zum Schluss auch am Ende.  

 

Angesichts der Umstände und einem Feld von 54 Startern eigentlich doch gar nicht so schlecht, aber eben auch nicht gut.

Viel Pech beim ersten Kartrennen der Saison

Am vergangenen Wochenende fand in Oschersleben unser erstes Kartrennen der neuen Saison statt (siehe unten). Für uns sollte es, wie schon beschrieben, mehr ein Test des neuen Materials sein. Wir fahren in dieser Saison wieder ein Tony Kart mit einem Vortex Motor.

In unserer Klasse waren 26 Fahrer am Start. Für einen Winterpokal ein großes und dazu qualitativ hochwertiges Feld.

Wir hatten unser Rennkart schon zu Hause vorbereitet. Als wir jedoch zum ersten freien Training rausfahren wollten, quittierte der Anlasser seinen Dienst.  Also war erst einmal Reparatur angesagt und das Training fand ohne uns statt. Als wir es dann hinbekommen hatten, konnten wir doch noch einige freie Trainings fahren. Unser Fahrer Ronny Krahn mußte sich erst einmal an die Vergasereinstellung herantasten, denn wir sind bisher völlig andere Motoren gefahren. Auch an die Vorderradbremse mußte er sich erst gewöhnen. Auch die ist er bisher noch nicht gefahren.

Recht schnell ist Ronny aber mit allem klar gekommen und die Zeiten lagen im Mittelfeld. Auch im Zeittraining lag er mit Platz 13 genau in der Mitte. Allerdings war Ronny der Meinung, dass es besser ging. Das bewies er dann auch im ersten Rennen. Schnell konnte er bis auf Platz 5 nach vorne fahren und war also gut bei der Musik. Dann aber ging das Pech los. Der vor ihm fahrende verlor Wasser und Ronny rutschte darauf mit seinen Slicks aus. Er mußte kurz ins Gras und verlor dadurch viele Plätze. Einiges konnte er im weiteren Verlauf des Rennens wieder gut machen. Am Ende kam Platz 7 heraus. Für die Umstände und dafür das es nur ein Test war, lief es doch ganz gut. Vor allem hatten wir die Erkenntnis, dass wir vorne mitfahren können.

Das zweite Rennen jedoch verlief überhaupt nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ronny startete, entsprechend der Platzierung aus dem ersten Rennen, von Platz 7. Gleich in der ersten Kurve nach dem Start, wurde er von hinten so heftig angerempelt, dass er sich drehte und entgegengesetzt zur Fahrtrichtung stand. Bevor er drehen konnte, mußte er nun erst einmal das ganze Feld vorbei lassen. Das hat eigentlich auch geklappt. Es kamen alle vorbei, außer einer. Der allerletzte, der bereits einen Rückstand von 20 - 30 Meter auf das Feld hatte, also eigentlich freie Sicht hatte, fuhr wohl mit geschlossenen Augen. Er fuhr Ronny mit voller Geschwindigkeit, ohne zu bremsen ins Kart. Der Einschlag war so heftig, dass unser Rahmen vorne hochgebogen wurde und nun nur noch Schrott ist. Es war ein nagelneues Chassis. Das ist besonders bitter.

Es ging an diesem Wochenende um keine Meisterschaftspunkte sondern eigentlich nur um die goldene Ananas. Es sollte für uns ein Testwochenende im Hinblick auf das in zwei Wochen stattfindende ADAC Masters sein. Es war ein Testwochenende. Wir sind vorne mit dabei. Es war allerdings ein sehr teures Wochenende. Nun müssen wir sehen, dass wir unser Rennkart bis zum Masters wieder aufgebaut bekommen.