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Wie werden Kartreifen richtig gelagert?

Nach einem leider viel zu nassen Sommer, dafür aber einem relativ warmen und trockenen Herbst, steht uns nun endgültig wieder einmal der Winter bevor.  Wie jedes Jahr fragen sich nun wieder viele, „wie mache ich mein Kart winterfest“? Dazu habe ich in diesem Blog schon einmal etwas geschrieben. Den Artikel finden sie hier:

"So machen Sie Ihr Kart winterfest"

Eine spezielle Frage ist jedoch immer die nach den Reifen.

Wie werden Kartreifen richtig gelagert?

Deshalb jetzt hier mal etwas speziell zur Lagerung von Kartreifen.

Häufig wird diskutiert, ob man seine Karteifen nach dem Fahren in Folie einpacken soll oder nicht. Die Folie soll angeblich bewirken, dass der Reifen länger hält und die Weichmacher in der Gummimischung nicht so schnell ausdünsten.

Die Reifentechniker sagen dazu folgendes:

Wenn der Reifen warmgefahren wurde und dann abkühlt, dünsten immer Weichmacher aus. Das können Sie nicht verhindern. Selbst dann nicht, wenn Folie darumgewickelt wird. Sie können es mit der Folie auch nicht "eindämmen".

Sparen Sie sich also die Folie!

Reifen sollten dunkel, kühl, trocken und liegend gelagert werden. Mit kühl ist eine Raumtemperatur von max. ca. 15-20 Grad gemeint.

Wenn die Reifen noch auf der Felge sind, spielt es auch keine Rolle, ob noch Luft drauf ist, oder nicht. Denn auch hier gibt es immer wieder unterschiedliche Auffassungen unter den Kartfahrern.

Nun ist es so, dass einige Hersteller ihre Reifen  von Haus aus in Folie packen und andere nicht. Der Grund ist einzig und alleine die Optik bzw. Verkaufspolitik. Es sieht eben schöner aus, wenn ein neuer Reifen in Folie verpackt ist.

Wie sieht es denn mit der Lagerung der Kartreifen im Winter aus?

Eigentlich genau so. Jedoch schädigt starker Frost die Reifen. Dabei Können sich auf der Lauffläche winzige Haarrisse bilden, die dann nach kurzer Fahrzeit einen erheblichen Gripverlust zur Folge haben können. Der Reifen ist dann nicht defekt, er hält nur nicht mehr so lange. Er verschleißt schneller.

Versuchen Sie also Ihre Kartreifen so zu lagern, dass Sie keinem starken Frost ausgesetzt sind.

Welches Kart / Chassis soll ich kaufen?

…, dass ist die große Frage die sich viele stellen, die sich zum ersten Mal ein eigenes Kart kaufen möchten.

Wenn Sie auf der Kartbahn „nur„ Spaß haben wollen, spielt es eigentlich keine Rolle wie alt Ihr Rahmen ist. Sie sollten jedoch wissen: je älter ein Rahmen ist, d. h., je häufiger er gefahren wurde, umso weicher wird er. Durch das Fahren über Bodenwellen, Kerbs (Randsteine) und in Kurven kommt es zu ständigen Verwindungen.

Diese bewirken eine Gefügeveränderung im Material und der Rahmen wird dadurch weicher. Eine weitere Schwächung des Materials entsteht, wenn der Rahmen Bodenkontakt bekommt und dadurch abgeschliffen wird.

Je weicher ein Rahmen wird, je schwieriger ist das Chassis abzustimmen.

Auf die Marke, also auf den Hersteller, kommt es nicht so drauf an. Darüber sollten Sie sich nicht zu viele unnötige Gedanken machen. Mit einem Markenchassis, Egal ob das Ding  Tony, CRG, Birel, Intepid oder sonst wie heißt, können Sie nichts falsch machen. Die nehmen sich alle nicht viel.

Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, wo bekomme ich für mein neues Kart die Ersatzteile her? Haben Sie eine bestimmte Kartbahn auf der Sie dann häufig fahren werden, also eine Art „Hausbahn“? Wenn ja, gibt es dort einen Karthändler/Kartshop und welche Marke vertreibt dieser?

Wenn dieser Punkt geklärt ist und Sie ein bereits gebrauchtes Chassis kaufen möchten,  sollten Sie darauf achten, dass das Chassis nicht krumm und am Unterboden nicht zu weit abgeschliffen ist. Bei einem gebrauchten Chassis ist es normal, wenn unten einige Schleifspuren vorhanden sind bzw. wenn es „etwas angeschliffen“ ist. Wenn es aber an einigen Stellen schon fast durch ist, sollten Sie die Finger davon lassen. Ebenso sollten Sie die Finger von krummen oder mehrfach geschweißten Chassis lassen.

Haben Sie vor Rennen zu fahren, müssen Sie sich informieren, welche Chassis in dieser Rennserie erlaubt sind und ob sie homologiert sein müssen.

Unterschied 2-, oder 4- Takt-Rahmen:

Alle Chassishersteller entwickeln ihre Rahmen dahin, dass sie damit bei internationalen Rennveranstaltungen (EM, WM) möglichst konkurrenzfähig sind. Sie entwickeln ihre Rahmen auch auf die bei diesen Veranstaltungen gefahrenen Motoren. Das sind nun einmal Zweitaktmotoren, bisher IcA 100, Formel A (100 ccm) nun KF1 bzw. KF2 (125ccm) die homologiert (Homologation = Zulassung für eine bestimmte Klasse) sind. Für diese Motoren, bei denen die Leistung und das Drehmoment feststehen, werden die Rahmen konstruiert und auch in vielen Tests erprobt um das Optimum zu erreichen. Der durch viele Tests gelaufene Rahmen wird dann homologiert und stellt für den betreffenden Hersteller das Beste dar. Alles was danach an diesem Rahmen verändert wird, verlässt also den optimalen Bereich. Deshalb sind die sog. 4-Takt-Rahmen immer ein Kompromiss, denn bei diesen wird, aufgrund des bei Viertaktern innenliegenden Antriebes, die hintere Querstrebe verändert bzw. weggelassen.

Ist ein Thermostat für den Kartmotor sinnvoll?

Ist ein Thermostat im Kühlkreislauf für den Kartmotor sinnvoll?

Dazu muss man wissen, der optimale Temperaturbereich liegt bei einem modernen Kartmotor zwischen 50 und 60 Grad Celsius. Unterhalb dieses Temperaturbereiches entfaltet der Motor nicht seine volle Leistung.
Oberhalb des optimalen Temperaturbereiches wird er nicht gleich zerstört, aber es kommt auf jeden Fall ebenfalls zu Leistungsverlust und erst bei zu starker Überhitzung dann zu Zerstörungen.

Ein Thermostat sorgt dafür, dass das Kühlwasser erst ab einer bestimmten Temperatur durch den Kühler fließt. Wenn es z.B. einen Schaltpunkt von 45 Grad hat, verschließt es so lange den Zulauf zum Kühler, bis die Wassertemperatur die 45 Grad erreicht hat. Erst dann öffnet es langsam und das Wasser kann durch den Kühler fließen.

Dadurch erreicht der Motor sehr schnell seine Betriebstemperatur, gerade wenn es draußen noch etwas kühler ist. Der Motor kann so schneller seine volle Leistung entfalten. Das ist vor allem bei Rennen nicht ganz unwichtig.
Da ein Kartmotor im Rennen i.d.R. "aggressiver" gefahren wird (Drehzahlen, Vergasereinstellung) als im Hobbybetrieb, kann man durch ein Thermostat schneller ans Limit gehen und verhindert damit so genannte "Kaltklemmer".
Ein Thermostat einzubauen hat also Vorteile und ich würde es jedem raten.

 

 

 

 

Wie lange hält die Kette an Ihrem Kart?

Hallo,

oft werde ich gefragt was man machen kann, damit am Kart die Kette und die Ritzel länger halten und welche Ketten verwendet werden sollen. Hier mal einige Tipps zu diesem Thema.

Wenn Sie eine neue Kette verwenden sollten Sie darauf achten, dass auch das vordere und hintere Ritzel neu, oder zumindest neuwertig ist. Das verlängert die Lebensdauer aller Teile (Kette und Ritzel) erheblich. Bei den Ritzeln sollten Sie nicht gerade die Billigsten verwenden. Diese verschleißen wesentlich schneller als Ritzel die zwar etwas teurer sind, aber dafür dreimal so lange halten (oder gar länger), als das Billigmaterial.
Natürlich ist die Kettenflucht exakt einzustellen.
Die Kette regelmäßig schmieren. Das sollte das Erste sein, wenn Sie von der Bahn kommen und zwar nach jeder Fahrt. Das Erste deshalb, damit das Kettenspray Zeit hat "einzuwirken". D.h., die sich schnell verflüchtigenden Stoffe im Kettenspray müssen komplett verdunsten. Wenn Sie die Kette schmieren und danach sofort rausfahren, ist das Kettenspray noch zu dünn und wird gleich wieder abgeschleudert. Die Schmierung der Kette ist dann nicht optimal.

Die Kette darf nicht zu stramm sein. Sie muss an ihrem strammsten Punkt mindestens 10 mm Spiel haben.

Ketten selber vernieten halte ich nicht für gut.
Je kleiner das vordere Ritzel, umso hochwertiger muss die Kette sein.
Einige Ketten haben sehr breite Glieder (z. B. Wippermann). Dadurch haben sie sehr wenig Seitenspiel. Dies im Zusammenhang mit sehr kleinen vorderen Ritzeln ergibt eine starke Erwärmung, dadurch erhöhten Verschleiß. Diese Ketten mögen für Junioren oder Rotax funktionieren, nicht aber für Senioren.

Wir verwenden ausschließlich RK-Ketten oder RK-O-Ring-Ketten. Diese sind sehr hochwertig und standfest. Wir haben keinerlei Probleme mit reißenden Ketten. Weder beim IcA 100, noch beim KF2.

Gut sind auch Ketten des Herstellers DID.
Wenn Sie unbedingt günstigere Ketten verwenden wollen, nehmen Sie diese dann am Besten erst einmal zum Motor einfahren. Dabei ist die Kette noch nicht so belastet und kann sich erst einmal Längen bzw. das Seitenspiel kann sich erst einmal "einlaufen".

Ab einem 10 er Ritzel, oder kleiner, sollten Sie aber nur RK oder DID-Ketten verwenden.

Schauen Sie sich die Kette und die Ritzel regelmäßig genau an. Ketten an denen Rollen oder Glieder beschädigt sind, sollten Sie erneuern. Ebenso Ketten an denen ein oder mehrere Glieder klemmen. Auch Ketten die schon zuviel verschlissen sind, sollten ereuert werden.

Prüfen Sie den Verschleiß der Kette, indem Sie sie über das hintere Ritzel legen und stramm ziehen. Wenn Sie dann die Kette mit den Fingern zu weit vom Ritzel abheben können, ist sie verschlissen. Probieren Sie das mal mit einer neuen Kette und einem neuen Ritzel um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß dabei das Spiel ist.

Wenn die Zähne der Ritzel bereits ein Sägezahnprofil haben, sollten sie erneuert werden. Am Besten Ritzel und Kette gleichzeitig erneuern. Dann hält der gesamte Satz auch wieder relativ lange.

Wenn Sie diese kleinen Tipps beherzigen, werden Sie keine Probleme mehr mit zu schnell verschleißenden Ritzeln und Ketten, oder gar mit reißenden Ketten haben.

So machen Sie Ihr Kart winterfest

Die Kartsaison ist vorbei. Zumindest für die Meisten. Nur einige wenige Hartgesottene können es nicht lassen und fahren auch im Winter.

Was machen Sie mit Ihrem Kart im Winter wenn Sie nicht fahren?
Einfach stehen lassen und auf den Frühling warten?
Im Prinzip ja, aber um der Korrosion vorzubeugen, behandeln Sie alle blanken Teile mit Öl (WD 40) oder Konservierungsspray.
Das das Kart vorher gründlich gereinigt wird, versteht sich von selbst.
Lagern Sie, wenn möglich, dass Kart in einem trockenen Raum.

Das Kart z. B. in einem geschlossenen Anhänger überwintern zu lassen, halte ich nicht für gut. Dort bildet sich zu viel Luftfeuchtigkeit/Kondenswasser, dass nicht wegkann. Besser ist es in einem gut belüftetem Raum bzw. den Anhänger offen zu lassen. Ich habe z.B. eine gut belüftete Garage. Den Anhänger lasse ich auf.

Stellen Sie das Kart nicht auf den Boden, sondern auf den Kartwagen oder auf Böcke. Wenn dies nicht vorhanden ist, stellen oder hängen Sie das Kart senkrecht an die Wand. Die Reifen sollten keinen Kontakt zum Boden bzw. der Wand haben.

Lassen Sie in der Winterpause ihre Motoren von einem Fachmann durchsehen, um im Frühjahr keine bösen Überraschungen zu erleben. Denn im Frühjahr wollen sie ja wieder fahren.

Entleeren Sie den Tank, da z. B. bei Zweitaktmotoren das Benzin-Öl-Gemisch altert. 

Auch der Vergaser sollte entleert und gereinigt werden. Bei Wassergekühlten Motoren unbedingt das Wasser ablassen. Denken Sie auch daran, den Kühler, die Wasserpumpe und die Schläuche zu entleeren. Andernfalls gibt es mit Sicherheit Frostschäden.

Setzen Sie Motorenöl nicht dem Frost aus.

Wenn Sie diese Punkte beachten, wird Ihr Kart gut durch den Winter kommen.

Videosammlung Montagen / Reparaturen am Kart

Es gibt Arbeiten am Kart, die relativ unbeliebt sind. Zu diesen  Arbeiten gehört mit Sicherheit der Kartsitz Einbau, die Membranen des Vergasers zu reinigen bzw. zu erneuern sowie die Bremsanlage zu entlüften. Diese Arbeiten sind auch deshalb so unbeliebt, weil oft eine große Unsicherheit herrscht, wie man dabei vorzugehen hat.

Um diese Unsicherheiten etwas auszuräumen, habe ich mal einige  Videos produziert, in denen die Vorgehensweise bei diesen Arbeiten genau gezeigt wird und was dabei zu beachten ist. Die Videosammlung umfasst folgende Videos: 

- Kartsitzeinbau: Dort wird erklärt, nach welchen Kriterien Sie den Sitz auswählen sollten und was Sie beim Einbau beachten müssen. Incl. Einbaumaße. 

- Vergaser montieren/demontieren: Hier wird Ihnen gezeigt, wie Sie einen Vergaser nach dem Tillotson-Prinzip auseinander- und zusammenbauen. Wie Sie die Membranen kontrollieren bzw. erneuern und was Sie bei der Montage / Demontage beachten sollten. Weiterhin sehen Sie, wie der Vergaser nach erfolgter Montage geprüft wird damit sichergestellt ist, dass er auch richtig funktioniert.

- Bremsanlage entlüften: Ein Video in dem Ihnen gezeigt wird, wie Sie vorgehen, um die Bremsanlage Ihres Rennkarts zu entlüften. 

Diese Videos werden Ihnen Sicherheit bei den durchzuführenden Arbeiten geben und können Ihnen helfen, teure Fehler zu vermeiden. Sie sind zwischen ca. 5 min und 9 min lang. Zu jedem Video gibt es einen einführenden bzw. beschreibenden Text in Schriftform dazu.

Für den Zugang zu diesen Videos klicken Sie bitte auf folgenden Link:

https://secure.shareit.com/shareit/cart.html?PRODUCT[300319058]=1&cartcoupon=1&backlink=http%3A%2F%2Fwww.kartsport-aktuell.de&nolselection=1

Kart Zündkerzen

Wie eine Zündkerze aussieht, weiß wohl jeder. Zumindest setze ich das hier voraus. Aber wie ist diese wirklich aufgebaut und wie funktioniert sie?

Die Zündkerze besteht im Wesentlichen aus einer Masse- und einer Mittelelektrode. Wie der Name eigentlich schon sagt, ist die Masseelektrode über das Zündkerzengewinde fest mit der Masse (Minus) verbunden. Von der Mittelelektrode springt durch eine von der Zündspule erzeugten Zündspannung ein Zündfunke zur Masseelektrode über. Die Mittelelektrode ist durch einen Keramikkörper gegen Masse isoliert. Dieser Keramikkörper, auch Isolatorfuß genannt, bestimmt durch seine Länge den so genannten Wärmewert der Zündkerze. Je kürzer dieser Isolatorfuß ist, um so schneller kann die Wärme über das Kerzengewinde an den Zylinderkopf abgegeben werden.

Also: Je kleiner der Isolatorfuß ist, um so "kälter" ist die Kerze. Je "kälter" die Kerze, um so höher kann ich den Motor belasten.

Bei einer zu "warmen" Kerze verbrennen die Elektroden zu schnell und es kann, vor allem bei hochdrehenden Zweitaktern, zu Motorschäden kommen.  Bei einer zu "kalten" Kerze läuft der Motor dann nicht sauber.

Bei modernen Zündkerzen ist die Größe des Isolatorfußes von außen kaum zu erkennen. Lediglich dessen Länge kann man mit einem Stück Draht o.ä. messen. Man muß also nach der Bezeichnung auf der Kerze gehen. Und genau da fängt das eigentliche Verwirrspiel an.

Zündkerzen benötigen eine so genannte Selbstreinigungstemperatur die zwischen ca. 400 und 850 Grad Celsius liegt. Bei dieser Temperatur werden Verbrennungsrückstände (Ruß) abgebrannt, die sonst eine kürzere Funkenstrecke zwischen den Elektroden oder gar einen Kurzschluß bewirken würden. Der Elektrodenabstand zwischen Masse- und Mittelelektrode sollte übrigens 0,6 mm betragen (Daumennagelstärke).

Der Wärmewert einer Zündkerze wird in deren Typenbezeichnung als Zahl angegeben. Nun bedeutet nicht automatisch eine höhere Zahl in der Typenbezeichnung gleich einen höheren Wärmewert. Vielmehr ist das von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Die Bezeichnung der Kerze beim 100 cm³ Zweitaktmotor bei Trockenabstimmung und warmem Wetter wäre zum Beispiel bei einer Bosch Kerze W08CS. Bei einer Regenabstimmung wäre die Bezeichnung W02CS. Bei NGK Kerzen wäre die Bezeichnung für Trockenabstimmung B10EG. Für die Regenabstimmung wäre es die B9EG.

Nun höre ich des Öfteren, dass so genannte "abgesoffene" Kerzen als "defekt" entsorgt werden. Das ist absolut nicht notwendig. Fast alle diese Kerzen sind noch absolut i. O. Man sollte deren Elektroden mit einer Messingbürste  vom Ruß säubern (es gibt spezielle Zündkerzenbürsten) und dann mit Bremsenreiniger ausspülen. Nach dem Trocknen sind diese Kerzen dann so gut wie neu.

Kartreifen

Die Reifen haben die Aufgabe, sämtliche Kräfte auf die Fahrbahn zu übertragen. Deswegen kommt ihnen, neben der Chassiseinstellung, die größte Bedeutung zu.

Schauen Sie sich das Bild der Laufflächen an. Daran können Sie schon ablesen, wie der Reifen „arbeitet". Ist die Lauffläche zu glatt, ist der Reifen zu kalt. Hat sie eine „gewisse Struktur" ist es i.O.  Ist sie zu stark „aufgerubbelt" stimmt was nicht. Alles ist natürlich im Zusammenhang mit der Temperatur des Reifens zu sehen.

Die Kartreifen müssen eine bestimmte Temperatur haben, damit sie zum „Arbeiten" kommen. Bei zu niedrigem Druck baut der Reifen nicht genug Grip auf. Je höher die Reifentemperatur ist, umso mehr Grip bauen die Reifen auf. Wird die Temperatur jedoch zu hoch, kommt es zu Gripverlust und erhöhtem Verschleiß.

Die optimale Temperatur eines Kartreifens beträgt ca.70 bis 85°C.

Welche Reifen sollten Sie nun benutzen? Es gibt bei jedem Reifenfabrikat im Prinzip drei verschiedene Härtgrade der Reifen. Das sind weiche, mittelharte und harte Reifen.

Während im Lizenzbereich bei den verschiedenen Rennserien fast immer die zu verwendenden Reifen vorgeschrieben sind, haben die Hobbyfahrer nun einmal die Qual der Wahl.

Welche Reifen sollten Sie also für Ihr Kart verwenden?

Für den Hobbyfahrer kann ich auf gar keinen Fall weiche Reifen empfehlen. Warum nicht, fragen sich jetzt sicherlich einige, denn weiche Reifen sollten doch viel Grip und damit schnelle Rundenzeiten bedeuten?

Ganz einfach, ein weicher Reifen funktioniert nur dann richtig gut, wenn viel Gummi auf der Strecke liegt. Andererseits „rubbelt" er sich zu stark auf und ist nach ganz wenigen Runden unbrauchbar.

Wann haben Sie so viel Gummi  auf der Strecke? Waren Sie schon einmal nach einem Rennwochenende (DMV oder ADAC Meisterschaftslauf) am Sonntagabend im Sommer auf einer Strecke wie Ampfing, Oppenrod oder Kerpen? Wenn ja, wissen Sie was Grip ist. Allerdings kommen selbst erfahrene Lizenzfahrer manchmal mit so viel Grip nicht klar.

Ich empfehle also für den Hobbyfahrer auf jeden Fall die harte Mischung. Selbst die mittelharte Mischung kann ich nur mit Einschränkungen empfehlen. Harte Reifen halten wesentlich länger und schonen somit Ihren Geldbeutel.

Auch harte Reifen kann man auf entsprechende Betriebstemperatur bekommen. Sie müssen hier einfach mit dem Reifendruck arbeiten. Wie oben schon erwähnt, baut der Reifen umso mehr Grip auf, je höher die Temperatur des Reifens ist.

Der Reifendruck sollte im kalten Zustand für weiche Reifen 0,55 bar, für mittelharte 0,7 bar und für harte Reifen 1,0 bar betragen.  Das ist so zusagen die Grundeinstellung. Die Feineinstellung hängt dann von der Strecke, der Temperatur und weiteren Faktoren ab.

Denken Sie bitte daran, Sie müssen für jede Strecke  immer wieder aufs Neue Ihre Chassisabstimmung finden. Jede Strecke verändert sich je nach Temperatur und Witterungsverhältnissen und sogar während eines Tages enorm. Es hängt auch davon ab, wie viele Karts unterwegs sind und wie viel Gummi diese auf der Strecke lassen.

Wenn sie also Ihre Chassisabstimmung mit harten Reifen gefunden haben und nun, nur um evtl. Ihren Kumpels auf der Bahn zu zeigen wie schnell Sie „wirklich (?)"   sein können jetzt weiche Reifen montieren, wird das wohl in die Hose gehen.

Wenn Sie Glück haben, können Sie tatsächlich ein, zwei oder gar drei Runden schneller sein. Dann aber werden diese Reifen enorm nachlassen und Sie haben viel Geld verbrannt. Im schlechtesten Fall haben Sie mit einmal so viel Grip, dass Sie kaum noch durch die Kurven kommen. Ihre Rundenzeiten werden dann nicht schneller, sondern eher langsamer. Die Reifen sind dann aber trotzdem nach wenigen Runden unbrauchbar.

Wenn Sie vorhaben, am Ende eines Tages mit Ihren Kartfreunden ein Rennen zu fahren, sollten Sie vorher Ihr Chassis mit genau der Reifenmischung (und natürlich genau dem Fabrikat) abstimmen. Andernfalls werden Sie unangenehme Überraschungen erleben.

So einfach wie es vielleicht klingen mag, aber wenn Sie die oben beschriebenen Punkte beherzigen, haben Sie schon mal einen Vorteil gegenüber vielen Ihrer „Kartkollegen".

Die Kart – Hinterachse

Damit die Hinterachse nicht hin und her wandert, befinden sich an den Lagerböcken Arretierungsschrauben. Um die Achse tatsächlich dauerhaft zu arretieren, bohren Sie diese genau an dem Sitz der Arretierungsschrauben leicht an, ohne die Achse zu durchbohren. Schrauben Sie dazu eine Arretierungsschraube nach der anderen heraus und bohren Sie mit einem Bohrer, etwas kleiner als das Gewinde für die Schraube, die Achse leicht an. Gehen Sie dabei vorsichtig zu Werke, denn einige Achsen haben nur eine Wandstärke von nicht einmal 2mm.

Schrauben Sie die Arretierungsschrauben wieder rein und sichern Sie diese mit flüssiger Schraubensicherung. Verwenden Sie dazu mittelfeste Schraubensicherung, denn Sie wollen die Schrauben ja auch irgendwann einmal wieder los bekommen.

Einbau von Bremsklötzen

Oft höre ich, dass neue Bremsklötze vor dem Einbau mit Sandpapier angeschliffen werden, ebenso die Bremsscheibe. Dies ist nicht notwendig. Wenn sich auf der Scheibe oder den Klötzen etwas Öl oder Fett befinden sollte, reinigen Sie die Teile gründlich mit Bremsenreiniger. 

 

Das Spaltmaß zwischen den Bremsklötzen und der Bremsscheibe sollte so eingestellt sein, dass die Bremsklötze so dicht wie möglich an der Scheibe liegen, die Scheibe sich aber noch frei drehen lässt, ohne zu schleifen.

 

Stellen Sie dieses Spaltmaß nicht ein, indem Sie die Länge des Gestänges zwischen Bremspedal und Bremszylinder verändern, sondern stellen Sie es direkt am Bremssattel ein.

 

Mehr erfahren Sie in meinem Karthandbuch.