Unser neues Buch, “Kartvergaser”

Vielen Kartfahrern und auch deren Mechanikern bereitet der Umgang mit dem Vergaser immer wieder Probleme. Nicht nur, dass es schwierig ist die optimale Einstellung zu finden, sondern auch bei der Demontage und Montage gibt es oft Unsicherheiten. Einige trauen sich gar nicht, den Vergaser zu öffnen. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn der Motor nicht richtig „geht“ oder gar nicht erst anspringt.

Mit unserem neuen Buch "Kartvergaser" wird Licht in das Dunkel gebracht. Es wird genauestens beschrieben, wie die verschiedenen Kartvergaser, vom Tillotson-Prinzip bis zum Dell’ Orto, aufgebaut sind und wie sie wirken. Schritt für Schritt und mit vielen Bildern unterlegt wird gezeigt, wie die Vergaser zerlegt, geprüft und wieder montiert werden.

Es wird beschrieben was es bewirkt, wenn man bestimmte Einstellungen ändert, wie das filigrane Zusammenspiel der einzelnen Komponenten erfolgt und wann welches System zu arbeiten beginnt.

Wie erkennt man eine gute oder schlechte Bedüsung bzw. Einstellung? Auch dazu finden Sie in diesem Buch Antworten. In einer Tabelle werden genaue Grundeinstellungen für viele konkrete Vergasertypen aufgelistet.

Über Kartvergaser haben wir bereits etwas in unseren Büchern "Tipps und Tricks für Kartfahrer" und "Kart Zweitaktmotoren" geschrieben. Wenn Sie also eines oder gar beide Bücher kennen, werden Sie hier einiges wieder finden. Sie werden hier aber viel mehr Informationen zu Einstellungen und anderen spezifischen Dingen finden als in den anderen Büchern. Mit unserem neuen Buch "Kartvergaser" werden Sie die Antworten finden, nach denen Sie bisher vergeblich gesucht haben.

Unser neues Buch "Kartvergaser" können Sie hier ausfassen: Buch Kartvergaser

Kart Winterpokal in Oschersleben

Ein Training unter Rennbedingungen, so könnte man den diesjährigen Kart Winterpokal in Oschersleben bezeichnen.

Denn auch  in diesem Jahr nutzten wieder viele Fahrer diese Veranstaltung um sich dort auf das nur einen Monat später an gleicher Stelle stattfindende Auftaktrennen zum ADAC Kart Masters vorzubereiten und unter Rennbedingungen zu trainieren.

Nachdem Ronny ein ganzes Jahr kein Rennkart gefahren ist und das Jahr davor auch nicht so wahnsinnig viel Einsätze hatte, sind auch wir mal wieder zum Kart Winterpokal in Oschersleben gefahren, um so zu sagen wieder in Tritt zu kommen.
Das Fahrerfeld wahr sehr stark, da wie gesagt Mitte April in Oschersleben das erste Saisonrennen zum ADAC Kart Masters stattfindet und die Topfahrer den Winterpokal zum trainieren nutzen.
In unserer Klasse, der KF2, waren 21 Fahrer am Start. Samstag zum freien Training lief alles sehr gut. Leider mussten wir feststellen, dass Ronny während seiner Bundeswehrzeit doch etwas zuviel zugenommen hatte. So waren wir, also Ronny, doch schon mit reichlich Übergewicht unterwegs. Trotzdem waren die Zeiten gut fürs vordere Mittelfeld.

Zum Zeittraining wollten wir noch etwas rausholen und änderten noch einmal die Übersetzung. Das stellte sich leider für die dann herrschenden Bedingungen als Fehler heraus. Heraus kam ein 12. Startplatz. Eigentlich für das Übergewicht und dafür, dass er so lange nicht gefahren ist, nicht so schlecht. Es war aber mehr drin. Wir haben 3 bis 4 zehntel liegen gelassen. Das hätte für ca. Startplatz 5 gereicht. Aber hätte und wäre zählt bekanntlich nicht.

Für das Rennen haben wir dann wieder eine andere Übersetzung gewählt und es sollte noch etwas nach vorne gehen. Der Start verlief dann nicht ganz optimal, wir verloren noch einmal 2-3 Plätze.
Dann ging es aber gut vorwärts. Ronny konnte einige Plätze gutmachen, bis er auf eine echte Kampfgruppe auflief die sich rundenlang aufs Härteste bekämpfte. Das war schon sehenswert, aber auch nicht ungefährlich. In einer sehr schnellen Passage versuchte er wieder einmal ein Überholmanöver. Dabei berührte er mit seinem Frontspoiler den Hiterreifen des Vordermanns und das Kart geriet außer Kontrolle und hob ab. Ronny wurde aus dem Kart geschleudert und flog in hohem Bogen über die Strecke, während das Kart voll in die Reifen einschlug.

Ronny blieb kurz auf der Strecke liegen, stand dann aber schnell auf und rettete sich neben die Strecke um von den folgenden nicht überfahren zu werden. Dort blieb er allerdings regungslos liegen.
Ich konnte von meiner Position nicht sehen, ob er sich noch bewegt oder nicht. Der Abflug sah wirklich sehr heftig aus.

Das Rennen wurde darauf mit der roten Flagge abgebrochen und der Rettungswagen fuhr mit Blaulicht an die Unfallstelle. Mir kam es vor wie Stunden, bis er eingeladen wurde. In Wirklichkeit waren es ca. 5 - 10 Minuten, was auch schon sehr lange ist. Ich habe das schlimmste befürchtet und bin schon mal ins Medical Center gegangen. Dort hatte man auch noch keine Information wie es ihm geht. Als dann der Krankenwagen kam und die Tür geöffnet wurde, gab Ronny Entwarnung. Ich glaube man konnte hören, wie mir mehr als nur ein Stein vom Herzen gefallen ist.
Ronny musste dann noch einige Zeit zur Beobachtung bleiben, aber außer viele heftige Prellungen, einer kleinen Wunde an der Wade und einer leichten Gehirnerschütterung war alles ok. Als ich Ronnys Helm sah wurde mir klar, das hätte ganz anders ausgehen können.

Am Kart war so ziemlich alles Krumm, was dran war. So sah es zumindest auf den ersten Blick aus.

Fazit des Wochenendes: Wir sind trotz langer Rennpause und gehörig Übergewicht immer noch in der Lage in einem Top Feld im vorderen Mittelfeld mitzufahren. Das ist uns aber zu wenig. Die Tendenz ging allerdings kontinuierlich nach vorne und Ronny hat wieder Benzin im Blut. Wir wissen wo wir ansetzen müssen um wieder ganz nach vorn zu kommen. Der Ehrgeiz und die Freude sind geweckt und es wird weitergehen und zwar nach vorne

24 h von Köln

Im Juni vergangenen Jahres nahmen wir das erste Mal an einem Leihkart-Langstreckenrennen teil. Es war das 99 Stundenrennen in Jüterbog, bei dem wir einen respektablen 4. Platz belegten.

Nun wollten wir es noch einmal versuchen. Die Herausforderung war riesig, denn wir haben uns ausgerechnet die 24 h von Köln ausgesucht. Dieses Rennen ist laut Streckensprecher Burkhard Bechtel, den viele von Motorsportübertragungen im Fernsehen kennen, das prestigeträchtigste Indoorkartrennen Europas.

Dementsprechend stark war die Fahrerbesetzung. So fuhren im späteren Siegerteam z.B. Bernd Schneider und Lokalmatador Christopher Brück, der dieses Rennen nun bereits zum 10. Mal gewinnen konnte. Es waren 12 Teams am Start, die Fahrer gehörten allesamt zu der Elite des Leihkart- bzw. Indoorkartsports.

Mit denen wollten wir uns also messen, obwohl Ronny schon ewig kein Indoorkart mehr gefahren ist. Geschweige denn ein Indoorrennen. Nun gleich die 24 h von Köln. Er ist auf dieser Bahn noch nicht einmal gefahren, also mussten wir dort erst einmal trainieren und es war gar nicht sicher, dass er die Zeiten die notwendig waren fahren konnte. Wir konnten dort nur zweimal trainieren. Die Zeiten waren aber gut und so konnte es also losgehen.

Wir fuhren im starken Team von WLEN Next Generation zusammen mit 7 weiteren Fahrern. Alle richtig schnell. Ronny konnte erfreulicherweise die schnellen Rundenzeiten mitgehen und so zu einem grandiosen 3. Platz beitragen.

Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass wir bei unserem ersten Auftritt bei den 24 h von Köln gleich einen Podestplatz belegen würden, ich hätte es nicht geglaubt.

Hier ein paar Auszüge von der offiziellen Webseite www.24h-koeln.de

Mit einer souveränen Vorstellung gewinnt die Mannschaft rund um DTM-Rekordmeister Bernd Schneider das 15. 24h Race of Cologne. Damit feiern Schneider und Lokalmatador Christopher Brück bereits den zehnten Sieg bei der Traditionsveranstaltung in Köln. Die weiteren Podestplätze sichern sich Wirtz & Hintzen Lackierer und Wlen next Generation.

Große Freude auch im Team der Wlen next Generation. Mit einer tadellosen Leistung belegte die Mannschaft gleich bei ihrem Debüt in Köln einen Podestplatz. „Ein großartiges Ergebnis, ich und mein Team sind überglücklich. Vor allem in der letzten Stunde des Rennens haben wir noch lange zittern müssen“, so der Teamchef der Westerwälder. Bis wenige Runden vor Schluss lag der große Rivale Griesemann-Gruppe.de auf dem begehrten Podestrang, dann gelang jedoch noch das entscheidende Überholmanöver. „Natürlich tut es uns Leid für den Gegner, aber wir haben uns den Podestplatz mit einer guten Leistung redlich verdient.“

„Es ist einfach zum Verzweifeln, auf den vierten Platz beim Kartrennen hier in Köln haben wir wohl ein Abonnement“, lacht Teamchef Georg Griesemann. „Es sieht also alles danach aus, als müssten wir im nächsten Jahr erneut einen Anlauf auf das Siegertreppchen nehmen.“

Interessantes und Wissenswertes am Rande der 24 Stunden von Köln. Kuriositäten, Humorvolles oder einfach ein paar Besonderheiten zu Europas populärstem 24-Stunden-Kartrennen.

Wussten Sie eigentlich…

…dass es – aus purer Höflichkeit - einen „Frauen-Bonus“ gibt: Das Gewicht einer Fahrerin muss lediglich 70 kg betragen.

…dass bei der 2010er Auflage des 24h Race of Cologne mit insgesamt 14 Fahrerinnen ein neuer 24-Stunden-Rekord für die holde Weiblichkeit zu vermelden war. Kein Wunder, denn die DEKRA ging mit einer reinen Damenmannschaft an den Start.

…dass in diesem Jahr mit Kathrin Augustin, Charlotte Wilking, Coraly Irion und Selina Schlösser lediglich vier schnelle Vertreter des schwachen Geschlechts in den Wettkampf eingreifen.

…dass lediglich mit dem vom Kartcenter Cologne zur Verfügung gestellten Werkzeug an den Karts gearbeitet werden darf.

…dass für verschiedene Verstöße gemäß Reglement Stop-and-Go-Strafen verhängt werden.

…dass – wie in der Formel 1 – die rote Linie an der Boxenein- und Ausfahrt nicht mit allen vier Rädern überfahren werden darf.

…dass im Verlauf der 24 Rennstunden zwei Pflichtreifenwechsel vorgenommen werden müssen. Dies hat allerdings nichts mit Reifenverschleiß zu tun, sondern dient als zusätzliches Spannungselement im Rennen und soll vor allem die Boxenmannschaft fordern. Dabei müssen die Reifen von links nach rechts getauscht werden. Die einheitlich vorgeschriebenen Pneus würden die Renndistanz locker überstehen.

…dass der erste der beiden Pflichtreifenwechsel am Samstag in der Zeit von 18.00 bis 23.30 Uhr vorgenommen werden muss, während der zweite Stopp am Rennsonntag zwischen 9.00 und 15.00 Uhr zu absolvieren ist.

…dass ein solcher Radwechsel – eine schnelle Boxenmannschaft vorausgesetzt – ca. 1,5 – 2 min Minuten dauert. Dadurch verliert das Team in der Phase ca. vier Runden.

…dass insgesamt ca. 140 Fahrer an den Start gehen.

…dass Christopher Brück als der erfolgreichste Fahrer mit acht Gesamtsiegen in 13 Rennen die Erfolgsstatistik des 24h Race of Cologne anführt.

…dass das Team von DTM-Rekord-Meister Bernd Schneider mit acht Gesamtsiegen die erfolgreichste Mannschaft der vergangenen 13 Jahre ist.

…dass die Organisatoren zwei bis drei Service-Checks pro Kart vornehmen. Dabei ist der Zeitbedarf für alle Teams bis auf die Sekunde identisch und beträgt ca. 4 min Minuten.

…dass bei den 24 Stunden von Köln grundsätzlich immer neue Karts zum Einsatz kommen.

…dass beim 24h Stunden Race of Cologne 2012 zwei Vater-Kind-Paarungen am Start sind. In der Mannschaft H&R Team HBDL by ATB fährt Manfred Schlösser, während seine Tochter Selina im Team der Griesemann Gruppe fährt. AvD-Sportchef Volker Strycek startet im Ü40-Team, Sohn Robin greift für die Mannschaft Sorg Rennsport ins Lenkrad.

…dass mit Alex und Christopher Mies auch ein Brüderpaar in Köln am Start ist. Alex fährt im Team Sorg Rennsport, Christopher im All Stars Team Urbat.

…dass AvD-Sportchef Volker Strycek seinem Ruf als Marathon-Man einmal mehr als gerecht wird. Als einziger Teilnehmer beim 24h Race of Cologne startet er in zwei verschiedenen Teams. Strycek gehört sowohl zum Kader von Sorg Rennsport als auch zu dem des Ü40 Teams. Dem Reglement zufolge muss jeder Fahrer mindestens drei Stints absolvieren, demnach sitzt Volker Strycek mindestens sechs Mal an diesem Wochenende im Kart.

Quelle: www.24h-koeln.de

Unser Team WLEN Next Generation:

Dennis Hatalak
Felix Weber
Kathrin Augustin
Marcel Willert
Marcel Woters
Niklas Franz
Ronny Krahn
Sascha Molly

Viele Fragen sich wahrscheinlich " was heißt eigentlich WLEN?"

Es ist die Abkürzung bzw. die Anfangsbuchstaben von... Wir lernen es nie

 

Kartmesse in Offenbach

Die  Kartmesse in Offenbach IKA-KART2000 ist zwar schon seit vielen Jahren die internationale Leitmesse der Kartsport-Branche, aber die Jubiläumsmesse, 20.IKA-KART2000, am 21. und 22. Januar 2012, bringt jetzt noch mehr Anbieter aus aller Welt nach Offenbach am Main. Hier wird das weltweite Kartsport-Angebot in sieben Messehallen gezeigt, dazu kommt noch das Eventcenter mit den für jeden Besucher zugänglichen Fachtagungen und Lehrgängen.
Es gibt viel Neues auf der Kartmesse in Offenbach, so beispielsweise neue oder weiter entwickelte Fahrgestelle und Rennmotoren. Nicht nur die etablierten Marken sind hier vertreten, auch viele für den deutschen oder europäischen Markt neue Anbieter. Hersteller aus rund 30 Nationen zeigen ihre Produkte auf der KART2000. Der Kartmarkt 2012 wird in Offenbach neu aufgestellt!

Das Ausstellungsprogramm umfasst die gesamte Bandbreite des Kartsports, Racing und Mietkart -eben alles rund um den weltweiten Kartsport. Und alles auf dem neuesten Stand. Das ist die 20.IKA-KART2000 am 21. und 22. Januar 2012 in den Offenbacher Messehallen, direkt am Mainufer und der Frankfurter Stadtgrenze.

Und auch das freut den Besucher: Die großen Parkflächen am Mainufer liegen nur einen Steinwurf weit vom Messeeingang entfernt.

Öffnungszeiten:

 

Samstag, 21.01.2012 - 09:00 - 18:00

Sonntag, 22.01.2012 - 09:00 - 18:00

 

Mehr Infos unter www.kartmesse.de

 

 

Wie werden Kartreifen richtig gelagert?

Nach einem leider viel zu nassen Sommer, dafür aber einem relativ warmen und trockenen Herbst, steht uns nun endgültig wieder einmal der Winter bevor.  Wie jedes Jahr fragen sich nun wieder viele, „wie mache ich mein Kart winterfest“? Dazu habe ich in diesem Blog schon einmal etwas geschrieben. Den Artikel finden sie hier:

"So machen Sie Ihr Kart winterfest"

Eine spezielle Frage ist jedoch immer die nach den Reifen.

Wie werden Kartreifen richtig gelagert?

Deshalb jetzt hier mal etwas speziell zur Lagerung von Kartreifen.

Häufig wird diskutiert, ob man seine Karteifen nach dem Fahren in Folie einpacken soll oder nicht. Die Folie soll angeblich bewirken, dass der Reifen länger hält und die Weichmacher in der Gummimischung nicht so schnell ausdünsten.

Die Reifentechniker sagen dazu folgendes:

Wenn der Reifen warmgefahren wurde und dann abkühlt, dünsten immer Weichmacher aus. Das können Sie nicht verhindern. Selbst dann nicht, wenn Folie darumgewickelt wird. Sie können es mit der Folie auch nicht "eindämmen".

Sparen Sie sich also die Folie!

Reifen sollten dunkel, kühl, trocken und liegend gelagert werden. Mit kühl ist eine Raumtemperatur von max. ca. 15-20 Grad gemeint.

Wenn die Reifen noch auf der Felge sind, spielt es auch keine Rolle, ob noch Luft drauf ist, oder nicht. Denn auch hier gibt es immer wieder unterschiedliche Auffassungen unter den Kartfahrern.

Nun ist es so, dass einige Hersteller ihre Reifen  von Haus aus in Folie packen und andere nicht. Der Grund ist einzig und alleine die Optik bzw. Verkaufspolitik. Es sieht eben schöner aus, wenn ein neuer Reifen in Folie verpackt ist.

Wie sieht es denn mit der Lagerung der Kartreifen im Winter aus?

Eigentlich genau so. Jedoch schädigt starker Frost die Reifen. Dabei Können sich auf der Lauffläche winzige Haarrisse bilden, die dann nach kurzer Fahrzeit einen erheblichen Gripverlust zur Folge haben können. Der Reifen ist dann nicht defekt, er hält nur nicht mehr so lange. Er verschleißt schneller.

Versuchen Sie also Ihre Kartreifen so zu lagern, dass Sie keinem starken Frost ausgesetzt sind.

Welchen Kartmotor soll ich kaufen?

Mir werden immer wieder viele Fragen zur Kaufberatung gestellt. Also welches Kartchassis und welcher Kartmotor am Besten wäre.  Vor einiger Zeit hatte ich hier etwas darüber geschrieben wie es mit den  Kartchassis aussieht (siehe Beitrag unten).

Heute möchte ich ergänzend dazu mal etwas über Kartmotoren schreiben. Dabei beschränke ich mich ganz bewusst nur auf Kart-Zweitaktmotoren, denn ich bin immer noch der Meinung, dass auf ein Kart ein Zweitaktmotor gehört. Ich höre schon wieder die Viertaktfans aufschreien. Bitte verzeiht mir!

Wer an einer Rennserie teilnimmt hat natürlich nicht die Auswahl. Er muss eben das fahren, was dort vorgeschrieben ist. Lediglich den Motorenhersteller kann er sich aussuchen. Dort jetzt Ratschläge zu geben welcher der Beste ist, ist kaum möglich. Es richtet sich immer nach der jeweiligen Rennserie bzw. welche Motoren dort vorgeschrieben sind (KF2, KF3, X30 usw.)

Der Hobbyfahrer hat da schon mehr die Auswahl und damit auch die Qual der Wahl.

Als Hobby-Kartmotoren sind immer noch die Rotax sehr beliebt. Auch der IAME Leopard oder der PRD Fireball sind verbreitete Hobbymotoren. Der PRD hat allerdings seine Nachteile. Nicht alle verwendeten Teile weisen eine gute Qualität auf. Zu nennen wäre da z.B. das Pleuel, die Kupplung und der Starter.

Bis vor wenigen Jahren mag der PRD Fireball ja ein ganz guter Motor für den Hobbybereich gewesen sein.

Heute gibt es allerdings ganz andere Alternativen.

Hier ein Beispiel:

Zur Zeit bekommt man einen gebrauchten KF3 schon für relativ wenig Geld. Der ist wesentlich besser verarbeitet und haltbarer als der PRD und bietet darüber hinaus noch enorm viel Potential für Leistungssteigerungen, wenn er nur im Hobbybereich gefahren wird.
So kann man z.B. für wenig Aufwand eine andere CDI-Einheit anbauen (vom KF2 oder KF1). Damit bekommt man schon mal eine höhere mögliche Drehzahl. Weiterhin könnte man einen 24 er Vergaser, am besten Ibea, anbauen und noch einen Auspuff vom KF2 nehmen. Schon hat man eine Rakete als Kartmotor für wenig Geld. Das geht natürlich nur im Hobbybetrieb.

Eine andere Alternative wäre der X30 von IAME. Auch ein sehr guter Hobbymotor der sogar in einer eigenen Serie gefahren wird. Im Rahmen des ADAC Masters gibt es den X30 Cup. Das erhöht natürlich den Wiederverkaufswert eines solchen Motors.

Ein sehr guter Kartmotor ist auch noch der gute alte 100 er mit Direktantrieb. Der hat die wenigsten Verschleißteile und wenn man ihn nicht bis aufs Letzte ausquetscht was die Drehzahlen und die Vergasereinstellung betrifft, ist er auch haltbar. Wenn doch mal eine Revision ansteht, ist die i.d.R. billiger als bei den anderen Kartmotoren. Der Nachteil ist, dass man ihn anschieben muss.

Wer mehr über Kartmotoren erfahren möchte, dem empfehle ich das Buch "Kart Zweitaktmotoren". Das finden Sie hier:  http://kartsport-aktuell.de/shop/

Welches Kart / Chassis soll ich kaufen?

…, dass ist die große Frage die sich viele stellen, die sich zum ersten Mal ein eigenes Kart kaufen möchten.

Wenn Sie auf der Kartbahn „nur„ Spaß haben wollen, spielt es eigentlich keine Rolle wie alt Ihr Rahmen ist. Sie sollten jedoch wissen: je älter ein Rahmen ist, d. h., je häufiger er gefahren wurde, umso weicher wird er. Durch das Fahren über Bodenwellen, Kerbs (Randsteine) und in Kurven kommt es zu ständigen Verwindungen.

Diese bewirken eine Gefügeveränderung im Material und der Rahmen wird dadurch weicher. Eine weitere Schwächung des Materials entsteht, wenn der Rahmen Bodenkontakt bekommt und dadurch abgeschliffen wird.

Je weicher ein Rahmen wird, je schwieriger ist das Chassis abzustimmen.

Auf die Marke, also auf den Hersteller, kommt es nicht so drauf an. Darüber sollten Sie sich nicht zu viele unnötige Gedanken machen. Mit einem Markenchassis, Egal ob das Ding  Tony, CRG, Birel, Intepid oder sonst wie heißt, können Sie nichts falsch machen. Die nehmen sich alle nicht viel.

Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, wo bekomme ich für mein neues Kart die Ersatzteile her? Haben Sie eine bestimmte Kartbahn auf der Sie dann häufig fahren werden, also eine Art „Hausbahn“? Wenn ja, gibt es dort einen Karthändler/Kartshop und welche Marke vertreibt dieser?

Wenn dieser Punkt geklärt ist und Sie ein bereits gebrauchtes Chassis kaufen möchten,  sollten Sie darauf achten, dass das Chassis nicht krumm und am Unterboden nicht zu weit abgeschliffen ist. Bei einem gebrauchten Chassis ist es normal, wenn unten einige Schleifspuren vorhanden sind bzw. wenn es „etwas angeschliffen“ ist. Wenn es aber an einigen Stellen schon fast durch ist, sollten Sie die Finger davon lassen. Ebenso sollten Sie die Finger von krummen oder mehrfach geschweißten Chassis lassen.

Haben Sie vor Rennen zu fahren, müssen Sie sich informieren, welche Chassis in dieser Rennserie erlaubt sind und ob sie homologiert sein müssen.

Unterschied 2-, oder 4- Takt-Rahmen:

Alle Chassishersteller entwickeln ihre Rahmen dahin, dass sie damit bei internationalen Rennveranstaltungen (EM, WM) möglichst konkurrenzfähig sind. Sie entwickeln ihre Rahmen auch auf die bei diesen Veranstaltungen gefahrenen Motoren. Das sind nun einmal Zweitaktmotoren, bisher IcA 100, Formel A (100 ccm) nun KF1 bzw. KF2 (125ccm) die homologiert (Homologation = Zulassung für eine bestimmte Klasse) sind. Für diese Motoren, bei denen die Leistung und das Drehmoment feststehen, werden die Rahmen konstruiert und auch in vielen Tests erprobt um das Optimum zu erreichen. Der durch viele Tests gelaufene Rahmen wird dann homologiert und stellt für den betreffenden Hersteller das Beste dar. Alles was danach an diesem Rahmen verändert wird, verlässt also den optimalen Bereich. Deshalb sind die sog. 4-Takt-Rahmen immer ein Kompromiss, denn bei diesen wird, aufgrund des bei Viertaktern innenliegenden Antriebes, die hintere Querstrebe verändert bzw. weggelassen.

Ist ein Thermostat für den Kartmotor sinnvoll?

Ist ein Thermostat im Kühlkreislauf für den Kartmotor sinnvoll?

Dazu muss man wissen, der optimale Temperaturbereich liegt bei einem modernen Kartmotor zwischen 50 und 60 Grad Celsius. Unterhalb dieses Temperaturbereiches entfaltet der Motor nicht seine volle Leistung.
Oberhalb des optimalen Temperaturbereiches wird er nicht gleich zerstört, aber es kommt auf jeden Fall ebenfalls zu Leistungsverlust und erst bei zu starker Überhitzung dann zu Zerstörungen.

Ein Thermostat sorgt dafür, dass das Kühlwasser erst ab einer bestimmten Temperatur durch den Kühler fließt. Wenn es z.B. einen Schaltpunkt von 45 Grad hat, verschließt es so lange den Zulauf zum Kühler, bis die Wassertemperatur die 45 Grad erreicht hat. Erst dann öffnet es langsam und das Wasser kann durch den Kühler fließen.

Dadurch erreicht der Motor sehr schnell seine Betriebstemperatur, gerade wenn es draußen noch etwas kühler ist. Der Motor kann so schneller seine volle Leistung entfalten. Das ist vor allem bei Rennen nicht ganz unwichtig.
Da ein Kartmotor im Rennen i.d.R. "aggressiver" gefahren wird (Drehzahlen, Vergasereinstellung) als im Hobbybetrieb, kann man durch ein Thermostat schneller ans Limit gehen und verhindert damit so genannte "Kaltklemmer".
Ein Thermostat einzubauen hat also Vorteile und ich würde es jedem raten.

 

 

 

 

Diesjähriges Auftaktrennen der IG 100 in Harsewinkel

Zum Auftaktrennen im ostwestfälischen Harsewinkel (bei Gütersloh) haben sich in der todgeglaubten ICA Klasse des ADAC/ NAKC bisher 15 Fahrer eingeschrieben.
Diese Klasse wird nicht mehr von den Veranstaltern ausgeschrieben, daher hat die IG100ccm nun Nägel mit Köpfen gemacht und eine eigene Rennklasse im Rahmenprogramm etabliert.
Unter den 15 Fahrern sind neben den Hobbypiloten auch altgediente Kartfahrer und Klassensieger, welche teilweise über eine Erfahrung von 15-20 Jahren im Kartsport verfügen.

Es sind nahezu alle Motoren der großen Hersteller  vertreten. Die schnelle Iame Reedjets, die TM, die deutschen KZH, die berühmten ItalSistems und natürlich die Vortex Motoren.

Ausschlaggebend für die IG100ccm ist der Spass am Basis-Kartsport, das einfache und kostengünstige Reglement und das freundschaftliche Zusammensein, auch neben der Strecke.

Weitere Informationen zum Fahrerfeld und der Klasse IG100ccm finden Sie unter

Kart Winterpokal in Oschersleben

Als wir vor ca. zwei Wochen unsere Nennung für den diesjährigen Kart-Winterpokal in Oschersleben abgaben, ahnten wir noch nicht was für ein starkes Starterfeld sich dort einfinden sollte. Am vergangenen Wochenende war es dann soweit. 138 Teilnehmer fanden den Weg nach Oschersleben. Wir fahren schon seit vielen Jahren diesen Winterpokal mit aber ich kann mich nicht erinnern, schon einmal solch einen Ansturm beim Winterpokal in Oschersleben erlebt zu haben.

Praktisch die gesamte deutsche Kartelite war dort am Start. In der Klasse KF2 waren sogar Starter aus Russland angereist. Allein in der Klasse KF3 waren fast 50 Starter, weshalb diese Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt wurde.

Bei den Schaltern wehte gar ein Hauch Formel 1 durch das Fahrerlager. Michael und Ralf Schumacher gingen in der Klasse KZ2 an den Start. Die beiden Rennen in dieser Klasse konnte Michael Schumacher dann auch für sich entscheiden.

In unserer Klasse, der KF2 gingen 18 Fahrer an den Start. Da wir schon lange kein Rennen mehr gefahren haben und unser Material bereits zwei Jahre und teilweise älter war, rechneten wir uns im Vorfeld auch keine Top-Platzierung aus. Fast alle anderen waren mit neuestem Material unterwegs und nutzten das Rennen als Vorbereitung auf die bald beginnenden Meisterschaften.

Da wir auch in diesem Jahr voraussichtlich nicht an den Meisterschaften teilnehmen werden, war das für uns mehr oder weniger ein „Spaßrenennen". Um unsere Kosten im Rahmen zu halten, absolvierten wir dann die 6 freien Trainings am Samstag auch als einzige ausschließlich mit alten Reifen. Eine professionelle Chassisabstimmung war damit natürlich fast unmöglich.

Erst zum Zeittraining am Sonntag zogen wir neue Dunlop Slicks auf. Ich stoppte Ronnys Zeiten mit und sah eine 39,1. Das sah ziemlich gut aus und lag im Bereich, den die Top Fahrer im freien Training mit neuen Reifen fuhren. Leider reichte diese Zeit dann doch „nur" zum 14. Startplatz. Auf eine Platzierung auf Platz 5-6 fehlten uns ca. 3 zehntel Sekunden. Da machte sich dann wohl doch unser etwas älteres Material (Motor, Chassis) bemerkbar. Auch hatten wir ja keine Erkenntnisse, wie sich das Chassis mit neuen Reifen verhalten würde.

Ganz vorne jedoch brannte der Russe Oleg Shirmanov ein regelrechtes Feuerwerk ab und sicherte sich mit 38.475 die Pole Position.

Im ersten Rennen erwischte Ronny einen guten Start und konnte gleich einige Plätze gut machen. Dann allerdings kam es gleich Ausgangs der ersten Kurve, die sehr schnell ist, direkt vor Ronny zu einem Crash, an dem mehrere Fahrer beteiligt waren. Ronny konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit mit dem rechten Vorderrad auf jemanden auf. Aufgrund des Massencrashs wurde das Rennen erst einmal abgebrochen. Alle mussten  bei Start und Ziel anhalten. Ronny kam aber  gleich in die Box und fuhr gar nicht erst wieder in die Startaufstellung. Der Grund war mir dann schnell klar. Die rechte Spurstange und die Lenksäule waren völlig verbogen. An einen Start zum ersten Rennen war nicht zu denken. Stattdessen waren Reparaturen angesagt.

Wir haben das Kart zum zweiten Rennen wieder hinbekommen. Aufgrund dessen, das wir zum ersten Rennen praktisch nicht gestartet sind, mussten wir zum zweiten Rennen von ganz hinten starten. Der Start zum zweiten Rennen war fast eine Kopie des ersten Starts. Ronny machte gleich wieder einige Plätze gut, aber auch jetzt gab es gleich wieder einen Crash und es wurde wieder abgebrochen. Diesmal erwischte es Ronny aber nicht.

Auch den Neustart bekam Ronny sehr gut hin und konnte gleich wieder profitieren. Das zweite Rennen konnte Ronny auf dem 7. Platz beenden.

Aufgrund des „Nullers" im ersten Lauf kam dann der 11. Gesamtrang heraus.

Fazit: Es war ein sehr schönes Rennwochenende. Am Samstag war es noch sehr kühl, aber am Sonntag war bei schönstem Sonnenschein sehr gutes Kartwetter. Wir konnten mit unserem etwas alten Material zwar nicht ganz das Tempo der Spitze mitgehen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht und uns wieder neue Erkenntnisse gebracht.

In unserem Team fuhren diesmal auch zwei "Einsteiger" mit die wir mit Rat und Tat etwas unterstützt haben, denn sie namen das erste Mal an einem Rennen auf so hohem Niveau teil. Der Eine in der Bambini-Klasse, der Andere in der KF3. Beide haben sich gut geschlagen und ihr erstes "richtiges" Rennwochenende gut überstanden. Ich denke, wir werden sie noch öfter bei einem Kartrennen sehen.